Alle sechs Jahre wieder – Die re:publica

Ich war dies Jahr nach sage und schreibe sechs Jahren mal wieder auf der re:publica in Berlin. 2009 hab ich schon einmal darüber gebloggt und das war recht kritisch ausgefallen aber dies Jahr war es besser, zwar nicht so viel besser, aber immerhin so gut, dass ich in spätestens sechs Jahren wieder dort sein werde:-)

tl;dr

Ich will jetzt gar nicht die einzelnen Sessions beschreiben, die ich mir angeschaut habe. Die Highlights ergeben sich aus den Klickzahlen auf YouTube und den Erwähnungen auf Twitter 🙂 Die Highlights waren für mich auch eindeutig die Stars wie Gunter Dueck und Reed Hastings und unseren Astronauten Alex Gerst habe ich nicht live gesehen, aber es soll sehr schön gewesen sein.

 

 

Inzwischen gibt es bei der re:publica auch einen Learning Track. Ich meine der wurde re:learn genannt und hat sich thematisch eher an Schulen und nicht an Hochschulen orientiert. Ich habe diese Tracks gemieden, da ich genügend E-Learning Konferenzen besuche und mich seit jeher eher Randgebiete interessieren. Einen recht guten Überblick gibt es jedoch hier und hier, für alle die es näher interessiert. Ich habe mir inzwischen zwei interessante Videos angetan:

und sehr lustig auch dieser jugendliche Blick auf das Internet, was voller lustigen Aussagen ist, die man sofort tweeten könnte:

Typisch war dabei, dass die letzte Session nicht im re:learn Track war sondern in der Media Convention. Hier wird es jetzt auch spannend, denn ich habe mich bestimmt zu 50% auf der Medie Convention rumgetrieben. Dort ging es um YouTube, um Videos, Geschäftsmodelle und Statistiken. Es ging halt darum, wie sich die Gesellschaft im Medienkonsum ändert und da sind die Medienhäuser natürlich viel weiter als die Hochschulen.

Technisch und organisatorisch war ich von der „neuen“ re:publica begeistert. Über 6.000 Teilnehmer auf ca. 15 Bühnen dazu Essen, Musik, Kleinkunst, Krabbelgruppe und Musik. Die große Stage 1 hatte ca. 4 Kameras und teilweise wurde in Echtzeit untertitelt und übersetzt. Das ist schon ganz großes Kino. Das WLAN hat trotzdem nicht richtig funktioniert, zwar war es fast immer da, aber sehr langsam.

Ich hatte noch vier geschäftliche Termine, was praktisch war und ich habe natürlich etliche Kontakte erneuert bzw. sie wurden endlich einmal analog. Sehr schön, wenn man sich nur über G+ oder Twitter kennt.

Trotzdem fand ich die re:publica nicht den absoluten Hit. Viele Sessions waren schlecht, entweder schlecht vorgetragen oder es gab auch erstaunlich viele technische Probleme bei den Vortragenden, was bestimmt an den Apple Geräten lag, die flächendeckend eingesetzt wurden. Das war für viele Redner unbekannt und es gab auch viele Folien mit Multimedia-Inhalten in Powerpoint und die wurden bestimmt auf Windows geschrieben und liefen dann nicht auf Apple OS. Wie sagte der eine: „Wir sind vor vor 45 Jahren auf den Mond geflogen aber wir schaffen immer noch keine Präsentationen mit Videos und Sound.“ Und natürlich waren auch viele Themen für mich uninteressant, dafür gab es aber sehr viel Auswahl. Im Gegensatz zu den E-Learning-Konferenzen, wo ich meist gar nicht weiss, wo ich überhaupt hingehen soll, ist es bei der re:publica eher so, dass ich keine Zeit für Treffen, Essen oder Pausen habe, da es so viele interessante Vorträge gibt.

Was ich vermisst habe, waren Sessions zur Bildung insbesondere MOOCs. Dazu gab es nur einen einzigen Vortrag und der hatte MOOC nur als Werbung im Titel. Auch das Thema Lifelogging hatte ich nicht wahrgenommen, dafür aber sehr viel Wearable-Technology oder auch Fashion-Tech. YouTube war sehr präsent und Video ganz allgemein auch, aber ich habe überhaupt nichts von Vimeo oder iTunes gesehen. Google, YouTube und auch IBM waren als Aussteller vor Ort, aber weder Amazon, Apple oder Microsoft hatten Stände oder Vorträge. Dafür war aber die Politik vertreten und mit Olaf Scholz sogar ein Landesfürst.

Würde ich noch einmal hinfahren? In spätestens sechs Jahren ja definitiv, vorher vielleicht nur, wenn ich selbst einen Talk halte. Dafür brauch ich aber ein freshes todesaktuelles Thema:-)

 

 

 

 

3 thoughts on “Alle sechs Jahre wieder – Die re:publica

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