The next Generation – GMW 2013

Letzte Woche war die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) zu Gast an der Uni Frankfurt und man diskutierte eifrig und ausführlich über MOOCs, ePortfolios, Mobil Learning und den anderen spannenden Sachen. Es waren rund 270 Menschen dort und natürlich ich mittendrin. Die Konferenz ging schon Montag mit der PreConference los, aber ich kam erst am Dienstag dazu. Das erste Highlight war gleich die super Organisation der Veranstaltung. Schon die Webseite hatte wirklich alle wesentlichen Informationen zur Anfahrt und Ablauf parat (sogar die  Preise der U-Bahn war erwähnt…klasse). Verlaufen war quasi auch unmöglich, überall Schilder und Plakate, genau richtig für Landeier wie mich 🙂 Bei der Anmeldung bekam ich dann auch gleich das erste Medium, den Tagungsband aus Papier in die Hand gedrückt. Ich habe mich schon immer gewundert, dass gerade die Vorreiter der digitalen Lehre selten bei sich selbst anfangen. Doch die GMW 2013 machte hier eine lobenswerte Ausnahme, denn der Tagungsband wurde schon im vorwege digital für Null Euro als PDF veröffentlicht (Das gesamte Werk gibt es hier). Wenn es beim nächsten mal noch ePub-Version gäbe, wäre es wirklich perfekt.

Das diese GMW etwas anders als die bisherigen ablaufen wird, wurde dann schon bei der Begrüßung klar. Neben der Erwähnung der re:publica (Ich sage schon seit Jahren „Auf der re:publica sind die Leute, die das Netz verstehen und auf der GMW, die die es erforschen.“ ) hat sich dann auch noch jeder mit drei Tags vorgestellt, ganz wie auf einem Barcamp. Für mich stand dann der erste Tag ganz im Zeichen der MOOCs. Es wurden Geschäftsmodelle analysiert, Konzepte vorgestellt, Erfahrungen berichtet und Hilfestellungen gereicht. Zum anderen habe ich viele alte Gesichter wiedergetroffen und ganz viele digitale Bekanntschaften persönlich kennengelernt. Abgerundet wurde der erste Tag dann bei einem Empfang auf dem Campus West mit Führung und herrlichem Wetter.

Der zweite Tag und für mich letzte Tag stand für mich dann ganz im Zeichen der Postersession und des Educamp. Ich fand die Idee von Führungen zu den einzelnen Postern mit jeweils acht Minuten Vortrag sehr schön und die Ideen der Poster waren durchweg großartig. Danach gab es das Educamp, wo jeder kurz eine Session ankündigen konnte und man wurde dann auf drei Räume verteilt. Für einen Nachmittag und als Ergänzung zur „normalen“ GMW Tagung eine hervorragende Idee. Da ich schon um 16 Uhr gehen musste, konnte ich selbst nur etwas über LOOP und E-Books erzählen aber dann an keiner Session selbst teilnehmen (L3T hatte ich dann leider verpasst…schade).

Was mir auch besonders schön aufgefallen ist, dass erstaunlich viel Nachwuchs auf der GMW war (The next Generation) und ich war beeindruckt, wie locker dort mit den neuen Medien umgegangen wird. Als ich vor 12 Jahren mit dem E-learning angefangen hab, wurde noch über Learning Management Systeme diskutiert und Webkonferenzen wurden erforscht. Heute heisst es oft, ich hab den Link für das Etherpad auf Twitter geposted oder hier habt ihr den GoogleDoc Link. Keine großen Diskussionen über Datenschutz und „Ich habe keinen Google Account“ oder auch im Zugriffsrechte, sondern einfach benutzen und damit arbeiten. Diese neue Generation geht ganz unbedarft an die neuen Medien heran und irgendwie ist das dann auch ein Verdienst dieser GMW, also aller GMWs. Igrndwie ist die Veranstaltung dank dem Ausrichter „studium digitale“ auch im nächsten Jahrhundert angekommen. Danke für die tolle Veranstaltung, hätte ich doch bloss mehr Zeit gehabt.

Nachtrag:

Es gibt inzwischen auch schon ein paar Impressionen (Bilder, Kurzinterviews) und viele Sessions als Videos.

 

 

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