Das war die MoodleMaharaMoot 2015 mit dem Blick eines Organisators

Die jährliche MoodleMaharaMoot gastierte 2015 im Norden und wir durften als Veranstalter fungieren. Es waren natürlich stressige Tage aber auch sehr schöne, immerhin konnten wir die Moodle-Welt begrüßen und dabei auch noch unsere MOOC-Plattform mooin vorstellen.

tl;dr

MoodleMaharaMoot

Als Organisator sieht eine Moodlemoot natürlich ganz anders aus. Man muss Sprecher besorgen, vor allem gute Keynotes, und man braucht Repräsentanten, wie Präsidenten, Bürgermeister oder Staatssekretäre. Natürlich braucht man Räume, Essen, Helfer und Hardware und ganz wichtig sind dann noch gute Nerven und Zeit. Das letzte war mein größtes Problem, denn parallel zur Moot ist auch unsere  MOOC-Plattform mooin gestartet und das hat mich zeitlich sehr viel mehr in Anspruch genommen, als die Organisation der Moot.

Die Keynotes

Eine Moot ist immer Teamarbeit und beim Start hatte ich den Wunsch jemanden einzuladen, der NICHT aus der E-Learning Welt kommen sollte. Ich wollte gerne Sascha Lobo einladen, der sicherlich etwas Farbe reingebracht hätte. Die Idee hat sich dann aber nicht durchgesetzt, da wir mit Martin Dougiamas eine sehr viel bessere Chance hatten, der deutschen Moodle Community ein Highlight bieten zu können. Mit Martin Ebner konnten wir einen zweiten Experten gewinnen, der mit iMOOX (MOOC) und L3T (OER) ähnliche Fachgebiete abdeckt, wie wir. Im Nachhinein waren für uns aber auch die Besuche von Bürgermeister Saxe und Staatssekretär Fischer sehr viel wichtiger, da wir so der Politik zeigen konnten, dass es in Lübeck ein digitales Leuchtturmprojekt gibt.

Alle Keynotes sind natürlich gefilmt worden und liegen bei YouTube.

Moodle und Martin Dougiamas

Ich habe mich wirklich auf den Besuch von Martin Dougiamas gefreut, hatte aber wegen der Organisation nicht so viel Zeit mich an dem Workshop mit ihm zu beteiligen. Martin kam schon einen Tag früher nach Lübeck um im ausgewählten Kreis über die Moodle-Aktivitäten zu diskutieren. Meine persönlichen Erwartungen an diesen Meetings sind immer sehr gering. Ich habe schon so viele Treffen dieser Art gehabt, dass ich aus Erfahrung sprechen kann, dass da selten etwas nachhaltiges herauskommt. Die Konstellation ist auch sehr schwierig, denn wenn man nichts gibt, kann man auch keine Forderungen stellen. Deutschland ist bei Moodle ein Entwicklungsland. Zwar nutzen sehr viele Schulen und Unis Moodle sehr intensiv, aber die deutschsprachigen Entwickler für Moodle kann man fast an zwei Händen abzählen. Wenn man also kein Geld gibt und keine Entwickler hat, sollte man mit seinen Wünschen eher bescheiden sein. Umso interessanter war die Ankündigung einer Moodle Association, wo man als zahlendes Mitglied Premium-Services erhalten soll. Dieser Schritt ist meiner Meinung nach längst überfällig. Das Moodle Headquarter besteht aus nur 32 Leuten und davon sind 20 Entwickler. Für eine Software wie Moodle benötigt man jedoch ca 100 Entwickler und das merkt man Moodle auch inzwischen an. In den Punkten Usability, Social Media, Design und Mobil-Unterstützung hat Moodle den Anschluss verloren und wenn hier nichts passiert, könnte Moodle schnell von Canvas oder anderen Systemen abgehängt werden.

Abends konnte ich mich persönlich noch etwas länger mit Martin unterhalten und habe hier auch die Strategie bzw. die Vision vermisst. Moodle könnte als Cloud gehostet werden, was sicherlich vom Entwicklungsaufwand sehr viel kleiner wäre und WordPress geht einen ähnlichen Weg. Moodle könnte auch über Spenden oder Crowdfunding nachdenken aber hier hat man sich für die Association entschieden, ähnlich wie Sakai, aber natürlich viel besser. Canvas findet Martin zu buggy, genau wie die Themes z.B. das Essential Theme. Auf der anderen Seite fliessen aber 80% des Entwicklungsaufwandes von Moodle auch in Security und Bugfixes, also so sicher ist Moodle dann auch nicht. Moodle soll ein Framework fürs Lernen sein und den Institutionen die Möglichkeit zum ändern geben. Leider haben die meisten Institutionen keine Mittel zum verändern und müssen Moodle in der Grundversion nutzen und die ist nicht mehr zeitgemäß. In Martins Keynote fehlten jedoch all diese Punkte.

Mahara und die Moodlemoot

Ich glaube vor zwei Jahren hat man sich entschieden Mahara mit in den Titel der Moodlemoot zu nehmen. Das E-Portfolio System und Moodle haben sich gegenseitig unterstützt und im Zuge der neuen Kompetenzanrechnung nach dem Bologna Prozess, hat das auch richtig Sinn gemacht. Inzwischen würde ich jedoch behaupten, dass sich das anders entwickelt. Auf der diesjährigen Moot waren gerade mal 5-6 Vorträge zu Mahara und ich persönlich kenne keine funktionierende Mahara-Installation, die flächendeckend an einer Hochschule genutzt wird. Die Kompetenzanrechnung liegt meist in der Zulassungsstelle und nicht in der Lehre. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber kann man diskutieren, es ist aber eine Tatsache.

Parallel entwickelt sich die kleine Pflanze der Badges weiter aber auch hier tut sich quasi nichts. Wir unterstützen Badges sehr stark, gerade bei den MOOCs finde ich das sehr nützlich. Die Integration in Moodle ist auch ziemlich gelungen, daher wundert es mich, dass hier nicht mehr gezeigt wird. Es spricht für sich, dass der einzige Workshop dazu von uns kam.

 

Video is the new Text

Einer meiner Lieblingssätze in der letzten Zeit und auch die Moot hat gezeigt, dass Video angekommen ist. Ich würde nicht behaupten, dass Text überflüssig geworden ist, der Satz soll eigentlich Bewusstsein wecken. Es kann nämlich auch anders gehen, als simple PDFs Files in Moodle zu stellen. „Das Auge lernt mit“ der zweite Satz von mir zum gleichen Thema.

Alle Vorträge zu dem Thema Usability und Videos waren super gefüllt. Ich hatte zwei Vorträge dazu und der Vortrag über Quizzes in Videos mit Capira, war auch überfüllt. Ähnlich war es auch schon bei der Online Educa, wo unsere Video Session quasi explodiert ist. Wer mehr über Videos wissen will, dem empfehle ich hier auch noch unseren Online Video Kurs, der in zwei Wochen startet.

Aber die ganze Moodlemoot wurde dies Jahr digital und viral.

Die Moot wird digital

Wer mich kennt, weiss dass ich eine sehr konsequente digitale Linie habe. Wer E-Learning macht, sollte auch das E vorleben und das geht nicht mit analogen Elementen. Eine E-Learning Konferenz sollte daher im Netz stattfinden und möglichst all die Tools nutzen, die auch bei der Konferenz besprochen werden. Immerhin sind wir die Experten und wenn nicht einmal wir es schaffen unsere Konzepte digital zu vermitteln, dann sind wir wirklich gescheitert. Ich wollte daher scon auf den Namensschildern neben dem Namen auch den Twitteraccount drucken, aber dafür ist die Welt wohl noch nicht bereit. Bei Barcamps kommt dies jedoch schon vor, in der E-Learning-Szene sucht man Twitterer allerdings noch mit der Lupe (aber Vorträge zum Micro-Learning gibt es viele, finde den Fehler).

Wir haben jedoch in Lübeck viele digitale Ideen umgesetzt. Schon auf dem Logo ist der Hashtag #MootDE15 abgedruckt gewesen, im Foyer hatten wir eine Twitterwall aufgebaut, die Keynotes wurden gefilmt und sind alle auf YouTube. Zusätzlich haben wir auch Statements und Interviews geführt, die auch online sind.

Das Programm wurde zwar gedruckt, aber es lag auch online mit einem Shortcut http://bit.ly/mootde15 und eigentlich wollte ich auch zu jeder Session ein Etherpad anlegen, was aber die Krankheit meines HiWis verhindert hatte. Stadtplan mit allen Hotels und Veranstaltungen wurden per GoogleMaps eingefügt, was heute aber selbstverständlich ist.

Die Nachbearbeitung haben wir dann per Storify gemacht:

https://storify.com/oncampusfhl/moodlemaharamoot-2015-1-tag

https://storify.com/oncampusfhl/moodlemaharamoot-2015-2-tag

Alles zusammengefasst haben wir auf unserer Homepage

http://www.oncampus.de/aktuelles/moodlemaharamoot2015.html

Einen Videoworkshop, der ausgebucht war, haben wir auch angeboten und was ich besonders schön fand, es gab zum ersten mal Konferenz-Shirts, die von ca. 15% der Teilnehmer gekauft wurden.

Wo waren die Schulen?

Mit dem IQSH und der Moodleschule waren zwei Vertretungen der Schulen als Mitveranstalter dabei und trotzdem, waren Schulen kaum präsent. Es gab sehr wenig Vorträge von Lehrer, es waren kaum Lehrer als Besucher vertreten und das einzige was ich von den Schulen mitbekommen habe, war das jammern über den angeblich hohen Eintrittspreis. Ich will ja nicht lästern, aber inzwischen habe ich so viele schlechte Erfahrungen mit Schulen und Lehrern gemacht, dass ich überzeugt bin, dass sie an dem Imageverlust der Schulen selbst Schuld sind. Ich weiss, dass man hier kein Schubladendenken machen sollte und viele Lehrer haben quasi keine Möglichkeit in den Norden zu kommen, trotzdem bleibt der Fakt, dass diese Institutionen mit der Moot nicht erreicht werden. Das traurige ist dabei, dass dort eine Rückwärtsentwicklung zu beobachten ist, oder das E-Learning an Schulen findet woanders statt.

MOOCs und Moodle

Für mich war es natürlich die Moot der MOOCs, da wir hier unsere MOOC-Plattform mooin vorgestellt haben. Wir hatten fünf Vorträge dazu angeboten, die alle gut besucht waren. Das wir hier alles just in time programmiert haben, kommt mir immer noch wie ein Wunder vor, obwohl wir echt große Krankheitsausfälle hatten. Manche sprechen immer noch vom Hype, ich bin aber für meine Keynote sehr gelobt worden, wo man die Gesamtstrategie der MOOCs sieht.

Allerdings waren die Tage sehr arbeitsintensiv und morgen soll mooin dann richtig starten und danach mach ich Urlaub. Ich hab es mir nach der Moot und mooin dann auch verdient.

MoodleMaharaMoot 2015 in Lübeck

 

MoodleMaharaMoot

Manche kennen sie noch nicht. Die Moodlemoot 2015 findet in Lübeck statt und ich darf sie organisieren. Die Moodlemoot richtet sich an alle E-Learning Interessierte, die irgendwie was mit Moodle zu tun haben und inzwischen auch mit dem E-Portfolio System Mahara. Moodle ist eines der weltweit erfolgreichsten Learning Management Systeme neben Blackboard und Canvas. Die in Deutschland weit verbreiteten Systeme StudIP und Ilias spielen international keine Rolle.

Google Trends Abfrage von Moodle, Blackboard, Canvas, StudIP und Ilias

Google Trends Abfrage von Moodle, Blackboard, Canvas, StudIP und Ilias

Das interessante an Moodle ist natürlich, dass es Open Source ist. Daher ist die sehr Verbreitung vor allem im schulischen Bereich zu erklären. Universitäten haben Geld und Rechenzentren und daher nutzen sie meist auch Enterprise Systeme wie Blackboard, Olat oder auch Ilias. Deutschland bzw. DACH ist ein sehr besonderer LMS Markt, denn wir haben sehr viele eigene Lösungen, wie Ilias, StudIp, Clix, Olat aber auch Moodle.

Wir bei oncampus und der VFH haben eine sehr lange LMS Geschichte. Wir waren der erste Blackboard Kunde Deutschlands, das war 1998 und wir haben dann zwei Jahre Sakai getestet (das war mein Job und das waren tolle Dienstreisen in die USA) und sind dann als eine der ersten deutschen Hochschulen mit einem Moodle-Produktivsystem online gegangen. Ich glaube das war im Jahr 2005 mit ganz vielen Diskussionen, ob man überhauot Open Source nehmen kann. Mein Spruch dazu war: „Lieber eine deutsche Adminstelle schaffen, als eine amerikanische Lizenz kaufen“.

Inzwischen sind wir Moodle Profis und hosten ca. 20 Moodle-Installationen für ca. 35.000 Nutzer. Wir haben zig Erweiterungen programmiert u.a. für Evasys, AdobeConnect, GoogleMaps, Teacher of the Year und andere Umfragen. Wir testen verschiedene Themes, entwickeln MobilSkins, haben unser Autorentool LOOP angebunden und der neueste Coup ist unsere MOOC-Plattform MOOIN, wo unser erster HanseMOOC drauf lief.

Die Moodlemoot ist da natürlich eine herrliche Gelegenheit der Community einmal zu zeigen, was wir alles machen. Ich versuche daher viele Kollegen zu überzeugen, einige Vorträge bei der Moot einzureichen. Wir wollen etwas über MOOIN und LOOP zeigen, aber auch unsere Erfahrungen bei den Badges und in der kompetenzorientierten Kursentwicklung weitergeben. Natürlich werden unsere MOOC Projekte eine große Rolle spielen und ganz viel Multimedia mit Videos, wo wir sogar einen Workshop anbieten.

Wer noch einen Vortrag einreichen will, ist herzlich willkommen und natürlich ist unsere wunderschöne Stadt immer eine Reise wert. Wir bieten sogar eine Stadtführung an und es gibt zum ersten mal Konferenz-Shirts mit allen Rednern auf dem Rücken. Das wird bestimmt ein Kassenschlager 🙂

Entwurf Konferenzshirts MootDE15 mit Rednerliste auf dem Rücken

Entwurf Konferenzshirts MootDE15 mit Rednerliste auf dem Rücken

Wir arbeiten mit Hochdruck an der Organisation und ich merke jeden Tag, das keiner Zeit hat. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir da was ganz tolles organisieren und es sollen bis zu 300 Teilnehmer kommen und wer kann von sich schon behaupten zwei LMS Konferenzen organisiert zu haben. Sakai und Moodle stehen jetzt in meiner Vita und ich bin ja noch jung, was kommt als nächstes?

 

 

Moodlemoot 2011 in Elmshorn startet in einer Woche

In genau 7 Tagen startet die größte deutsche Moodle Konferenz und das direkt vor unserer Haustür. Gastgeber ist diesmal die Nordakademie in Elmshorn und natürlich ist oncampus auch reichlich dort vertreten. Die Konferenz steht unter dem passenden Motto „Gemeinsam lernen. Überall“ und es geht natürlich es um Mobile-Learning. Doch das gute Programm verspricht noch viel mehr, daher nehmen wir (dank der Nähe) auch mit 5 Personen teil und haben sogar zwei Vorträge. Ich stelle unsere Erfahrungen mit Moodle und Adobe Connect vor und Stefanie Herbst zeigt, wie die FH Kiel den Online-Studiengang BWL eingeführt hat.

Es haben sich bisher knapp 300 Teilnehmer registriert, es gibt ca. 100 Vorträge und die neuesten Infos werden (wie heute üblich) per Twitter #mootDE11n verbreitet. Wer mich treffen will, ich hab am Freitag um 10:50 Uhr meinen Vortrag. Bis nächste Woche…

3.Norddeutscher Moodlestammtisch – Zeit und Ort steht

Lübeck ist diesmal mit der Ausrichtung des Moodle-Stammtisches an der Reihe und die Doodle Abstimmung hat ergeben, dass der 1.Oktober um 19 Uhr der beste Termin ist. Für alle DB-Freunde habe ich mich für ein Restaurant in der Nähe vom Bahnhof entschieden, was keine Homepage hat (ja das gibt es noch). Wir treffen uns also im Feuerwerk, was ungefähr 200 Meter rechts vom Bahnhof ist (wenn man Richtung Innenstadt rausgeht).

Adresse Feuerwerk:

Hansestraße 24, 23558 Lübeck‎  Tel 0451 861938‎

Der Moodle Stammtisch ist eine lockere Runde von Moodle Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse. Es kann jeder kommen und das ist auch so gemeint, egal ob Moodle Profi oder „Moodle was ist denn das?“. Wir freuen uns auf jeden, auch ohne Anmeldung. Also wer am 1.Oktober noch nichts vorhat, der hat jetzt einen neuen Termin 🙂

3.Norddeutscher Moodle Stammtisch

Nach langer Zeit ist es wieder soweit und der 3.Norddeutsche Moodle Stammtisch soll diesmal in Lübeck stattfinden. Eingeladen sind alle Moodle-Interessierten, egal ob Schüler, Studi, Lehrer oder Dozent, aber auch Entwickler, Admins oder einfach Neugierige, die gar nicht wissen, was Moodle ist 🙂

Der Ort steht, das Datum und die Location noch nicht. Eine Abstimmung für den besten Termin gibt es unter http://www.doodle.com/tx3qzaf7n4zaqr8d die Location wird beim Hauptbahnhof/ZOB sein.

Alles weitere dann später hier oder noch besser im MoodleThread unter http://moodlemoot.moodle.de/mod/forum/discuss.php?d=522#p1996

Ich bitte um viele Teilnehmer und sagt den Termin bitte weiter 🙂

2.Norddeutscher Moodle-Stammtisch in Kiel

Am kommenden Mittwoch ist es wieder soweit und der 2.Moodle-Stammtisch Norddeutschlands findet in Kiel statt. Organisiert wird der Stammtisch von den Kielern, u.a. Ralf Meier und natürlich Jan Bartelsen, denen ich hier gleich danken will. Das Treffen findet am 21. April 2010 ab 19 Uhr in Kiel im Fuego del Sur (Halle 400, Marcello, www.halle400.de ) statt. Ralf Meier hat einen Tisch für 15 Personen bestellt. Es werden wieder Nutzer, Programmierer und Admins aus Hochschule, Schule und mehr erwartet, sowie spannende Gespräche rund um Moodle. Weitere Informationen findet Ihr auch auf www.moodle.sh

Ich war beim 1.Stammtisch und hab dazu auch damals was geschrieben. Der Besuch hatte sich eindeutig gelohnt. Leider kann ich diesmal nicht teilnehmen, da andere wichtige Ereignisse meine ganze Aufmerksamkeit erfordern.

Der Austausch der norddeutschen Community soll wohl bald über www.moodle.sh funktionieren, im Moment ist die Plattform jedoch in einer Beta-Version online und die Registerierung kann noch etwas länger dauern, da Jan die Teilnehmer persönlich freischaltet. Das alte Forum soll bald aufhören und die Ankündigung für das Treffen ist auch noch hier zu finden (noch ein Forum).

Was mich besonders freut, und darüber wird garantiert in Kiel gesprochen werden, ist, dass Jan Bartelsen es geschafft hat, die nächste MoodleMoot nach Elmshorn zu holen. Die MoodleMoot ist die größte Moodle-Veranstaltung im deutschsprachigen Raum mit mehreren hundert Teilnehmern.

Viel Spaß in Kiel…

1.Moodle Stammtisch Norddeutschlands

Am vorletzten Freitag fand der 1.Moodle Stammtisch Norddeutschlands statt und ich war bei dieser „historischen“ Stunde dabei. In einem Restaurant in Hamburg nahe der Uhlandstraße haben wir uns getroffen um über Moodle, E-Learning, Medienkompetenz, Didaktiken, Erfahrungen, Plugins, Installationen, Performance und den ganz normalen Moodle Problemen auszutauschen. Wir waren eine bunte Truppe von acht Leuten aus Hamburg, Kiel, Elmshorn und Pinneberg (ich hoffe das ist korrekt) und aus verschiedenen Institutionen (Schule, Berufschule, Fachoberschule, Fachhochschule).

Die Idee zu diesem Treffen kam bei der  1.Moodle Konferenz Norddeutschlands in Elmshorn und ich möchte hier noch einmal Jan dafür danken und natürlich auch Karsten für die Organisation des ersten Treffen. Es war für mich sehr interessant, wie andere Institutionen mit Moodle arbeiten und welche Probleme sie haben. Jeder hat seine Installation vorgestellt und seinen Arbeitsbereich geschildert und so kamen viele Berührungspunkte zusammen. Nach drei Stunden war leider viel zu früh Schluss, aber wir haben es trotzdem geschafft nächste gemeinsame Schritte festzulegen.

  • Es soll ein vierteljährliches Treffen an verschiedenen Orten stattfinden mit dem Schwerpunkt Kiel-Lübeck-Hamburg und alles was dazwischen liegt.
  • Wir „bekennen“ uns zum Nordstaat, obwohl niemand aus den anderen Bundesländern dabei war. Was noch nicht ist, kann ja noch kommen.
  • Wir wollen uns offen über die deutsche Moodle Plattform organisieren, nur soll dort ein eigener Bereich noch eingerichtet werden.
  • Es sind immer alle Willkommen (so etwas muss man ja nicht extra schreiben).
  • Der nächste Moodle-Stammtisch findet am 21. April 2009, 19:00 Uhr in Kiel statt.

Im Gegensatz zu kommerzieller Software ist beim Einsatz von Open Source ein Austausch der Benutzer untereinander viel wichtiger, denn eine Open Source Lösung wird nicht von einer Firma entwickelt, sondern von den Anwendern selbst. So hilft ein Erfahrungsaustausch Ressourcen zu sparen und mehr Anwender für seine Projekte zu finden. Wir haben z.B. eine Adobe Connect Schnittstelle entwickelt, eine bessere Kursübersicht (das ist noch geheim) für Moodle 1.9.4 und müssen wahrscheinlich bald eine ADS Anbindung realisieren.

Vielleicht lesen ja jetzt noch andere Moodle User diesen Blog und kommen im April nach Kiel. Ich hoffe dann auf gutes Wetter, denn April ist schon gutes Mopedwetter und die Strecke nach Kiel kenne ich dank der Web-Montage schon ganz gut.

Rückblick 1.Norddeutsche Moodlekonferenz

Nun sind schon vier Tage vergangen und ich möchte hier noch ein paar Zeilen zur 1.Norddeutschen Moodlekonferenz schreiben, denn sie was wert. Es war ein herrlicher Spätsommertag und die Nordakademie war ein sehr guter Gastgeber für dies Event. Alles war sehr gut organisiert (bis auf die Baustellen in der Innenstadt, für die die Organisation natürlich nichts konnte). Es waren ca. 65 Moodle Interessierte anwesend und das Spektrum war wie bei allen Moodlekonferenzen sehr breit und wie bei allen Konferenzbesuchen von mir, hatte ich mal wieder viel zu wenig Zeit und Lust mir Vorträge anzuschauen.

Die Keynote von Max Woodtli war sehr schön vorgetragen, aber für mich war leider wenig Neues dabei, was die Qualität des Vortrags nicht mindern soll. Ich habe mir dann die Praxisbeispiele über Audioeinbindung in Moodle angeschaut, was interessant war und mir für meine jetzige Vorlesung einige Hinweise gegeben hat (ich will mir unbedingt NanoGong anschauen). Danach war Barrierefreiheit das Thema, leider machte die Technik hier Schwerigkeiten.

Nach einem sehr schönen Mittagessen und ein paar netten Tischgesprächen gings in meine Session. Vor mir zeigte Christoph Scheb Moodle in der Sparkasse Hamburg (sehr spannend) und ich „langweilte“ dann die Hörer über Hygiene-Schulungen in Moodle.

Zuhörer beim Vortrag

Langweilen ist vielleicht das falsche Wort, denn ich hatte schon den Eindruck, dass alle spannend zugehört hatten. Ich habe unsere Moodle Hygiene-Schulungen vorgestellt, in denen Lebensmittel-Mitarbeiter, z.B. Bäckereifachverkäuferinnen autark 100% online geschult werden. Diese Schulungen sind nach dem Infektionsschutzgesetz §43 und der Lebensmittelverordnung EG 852/2004 einmal jährlich Pflicht und wir haben bisher erfolgreich über 9000 Schulungen für diverse Businesskunden angeboten und durchgeführt. Also ein ganz anderes Beispiel für Moodle, nicht aus dem Hochschulbereich sondern eine reine B2B Anwendung. Rückfragen kamen vor allem zur Qualität dieses Angebots. Da unsere Kurse aber vom Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure zertifiziert sind und die Kurse von staatlich anerkannten Dozenten entworfen worden sind, ist die Qualität gesichert. Wer mehr Interesse hat, dem seien meine Folien empfohlen und dank Ralf Hilgenstock gibt es sogar ein peinliches kleines Video von meiner Präsentation. Danke Ralf hierfür.

Auf der Konferenzwebseite gibt es noch mehr Infos zu den Vorträgen, bitte einfach vorbeischauen.

Rückblickend kann ich sagen, es war ein gelungener Auftakt. Die Organisation war perfekt und die Vorträge gut. Ich hoffe sehr, dass dies nur der Beginn war, denn Moodle hat in Norddeutschland eine sehr starke Verbreitung und Open Source Projekte leben von ihren Communities.

Vortrag Hygiene-Schulungen mit Moodle

Morgen ist die 1.Norddeutsche Moodle Konferenz an der Nordakademie in Elmshorn und ich darf einen Vortrag halten. Wir haben jetzt seit 2 Jahren (Sind das wirklich schon zwei Jahre? Die Zeit rennt…) Moodle im Produktivbetrieb laufen und sind immer noch sehr zufrieden mit dem System. Inzwischen benutzen wir die Plattform (ich mag das Wort Plattform für IT-Systeme überhaupt nicht) nicht nur für das Online-Studium, sondern wir haben auch etliche Weiterbildungsangebote und Schulungsprogramme in Moodle. Was sich zuerst simpel anhört, ist auf den zweiten Blick sehr komplex, da viele Schulungsteilnehmer z.B. keine E-Mail-Adressen haben und auch personalisierte Zertifikate müssen automatisch erstellt werden. Natürlich sind Kursdauer, Einschreibungszeiten und die Gebührenverwaltung völlig unterschiedlich zum Lehrbetrieb und haben ganz neue Anpassungen erfordert.

Wen das alles interessiert und wer sich für Hygiene-Schulungen oder für das Infektionsschutzgesetz interessiert, kann morgen gerne meinen Worten lauschen. Ich würde mich freuen. Den Vortrag werde ich später hier veröffentlichen.

Rückblick Moodlemoot Heidelberg

Es sind schon paar tage ins Land gegangen, aber ich will trotzdem noch ein paar Worte zur Moodlemoot schreiben.

In Heidelberg trafen sich mehr als 400 Teilnehmer zur größten Moodle Veranstaltung im deutschen Raum. Das absolute Highlight war natürlich der Besuch von Martin Dougiamas dem „Erfinder“ von Moodle. Seine Keynote wurde mit großer Spannung erwartet, allerdings gab es keine richtigen neuen Infos. Wer schon mit Moodle arbeitet und die Homepage besucht hat, kannte 95% der Informationen.

Martin Dougiamas

Martin Dougiamas bei der Moodlemoot

Martin gab einen Ausblick auf Moodle 1.9 und 2.0. Bei der Version 1.9 wurde sehr viel an der Stabilität und Performance gearbeitet. So soll es doppelt so schnell sein und es sind hunderte von Fehlern behoben. Die großen neuen Features sind wohl die verbesserte Gruppenfunktion, die Erweiterung des Profils und das neue Gradebook. Infos in den offiziellen Release Notes. Moodle 2.0 wird dann ein kompletter Rebuild werden. Hier kommen neue strategische Ausrichtungen in den Blickwinkel. So wird Moodle komplett auf PHP 5.2 umgestellt werden und Portfolios und Repositories werden unterstützt. Das bedeutet nichts anderes, als dass Moodle für Universitäten einsetzbar wird. Blackboard, Clix und Ilias sollten also Moodle als Konkurrenz Ernst nehmen.

Das Land Baden-Würtemberg unterstützt Moodle als zentrale Lernplattform, was mich positiv sehr erstaunt hat. Ein deutsches Bundesland unterstützt eine australische Software und dann auch noch Open Source! Das wäre vor 5 Jahren noch nicht möglich gewesen.

Von den 400 Teilnehmern waren sehr viele Lehrer anwesend. Es waren nur ca. 10 Entwickler und ca. 15 Researcher verteten. Moodle Deutschland ist vor allem ein Schulsystem für Anwender. Hier sollte doch mehr Eigenleistung von größeren Institutionen gefördert werden.

Ich persönlich habe einen Vortrag über Repositories und Content-Verwaltung gehalten, der gut besucht war. Es scheint doch größere Installationen zu geben bzw. es sind wohl welche geplant.

Auf Youtube hab ich noch einen Rückblick entdeckt, der es lohnt kurz angeschaut zu werden.