Türkei sperrt wordpress.com

Hallo oder wie wir Norddeutschen sagen „Moin Moin“  an alle Türken, die dieses Blog lesen. Anscheinend gehört Ihr zu den privilegierten Internetuser, denn laut Heise, hat Türk Telekom ALLE WordPress Blogs gesperrt. In einigen Blogs standen kritische Beiträge und da WordPress sich geweigert hat, diese Blogs zu löschen, hat man es sich bei Türk Telekom ganz einfach gemacht, und alle Blogs gesperrt. Ich frage mich: „Warum nicht gleich das ganze Internet?“

Über den Sinn einer solchen Aktion brauche ich mich bestimmt gar nicht erst äußern. Inwieweit Zensur überhaupt sinnvoll ist, ist schon ein sehr komplexes Thema, aber hier wurden alle Blogs gesperrt nicht nur die Betroffenen.

Bei solchen Berichten kann man nur Stolz und Dankbar sein in einem freien Rechtsstaat zu leben. Wir haben auch viele Probleme, z.B. Vorratsdatenspeicherung, Zensur und Nacktscanner. Bei uns werden aber keine ganze Webseiten bzw. Domains gesperrt.

Wo soll ich bloggen? WordPress, Twoday oder doch bei Google?

Ich denke zu diesem Thema haben schon tausende Blogger was geschrieben und jeden Tag ändert sich irgendwo irgendein Feature und wenn man dann umzieht, hat man irgendwelche technischen Probleme (Wie kriege ich meine Inhalte exportiert? Wie erhalte ich mein Datum? Warum sind meine Unterkategorien nicht mehr da? etc.)

Ich bin mit b2evolution gestartet, bin dann zu WordPress gewechselt und habe mir für meinen Medienkompetenzkurs noch einmal twoday und blogger.com intensiv angeschaut. Ich favorisiere ganz eindeutig inzwischen WordPress. Die Usability ist sehr gut und man hat wirklich alle Features, die zum Start eines guten Blogs notwendig sind. Bei WordPress stellt sich immer die Frage selbst hosten oder bei WordPress.com hosten lassen. Ich bin zwar Techniker und war viele Jahre Administrator, aber inzwischen hab ich einfach keine Lust mehr, immer wieder Updates einzuspielen und an irgendwelchen Plugins zu basteln, damit irgendein Tool läuft. Ich nutze die Zeit lieber zum bloggen und verzichte auf einige Erweiterungen. So finde ich weder ein Twitter noch ein Picasa Plugin bei WordPress.com (für Wordpess gibt es die schon), aber ich denke in 1-3 Monaten sind die da.

Im momentanen Medienkompetenzkurs hatten die Kursteilnehmer die Wahl, entweder Twoday oder WordPress. Die Begründung von katrinis onlinewelt will ich hier gerne (mit Erlaubnis) zitieren:

„Wie bereits angemerkt gefällt mir der Menü-Aufbau bei twoday nicht besonders, aufgrund seiner Unübersichtlichkeit. Ich habe mich als User sehr schnell hier verloren. Es hat mir zudem große Probleme bereitet zwischen dem Backend (Administrations-Fläche) und dem Frontend (was der Besucher meines Blogs sieht) einen Überblick zu behalten. Was mich vor allem stört, dass man auf dem Frontend mit den verschiedenen Menüs nahezu zugeschüttet wird. Zudem muss ich sagen, dass ich hier besser durchgeblickt habe, als im eigentlichen Backend, wo ich meine Inhalte schließlich bearbeiten möchte. Des Weiteren habe ich oft klicken müssen, um den eigentlichen von mir gewünschten Bearbeitungspunkt zu kommen. Die Backend-Oberfläche „Weblog verwalten“ erscheint auf den ersten Blick als wirklich gut. Klickt man hingegen auf einen beliebigen Menüpunkt, um in zu bearbeiten, wir man nahezu überschüttet. Ich habe ehrlich gesagt große Schwierigkeiten nachzuvollziehen, was ich wie machen muss, damit es auf meiner Seite angezeigt wird. Es gibt zudem meiner Meinung einfach zu viele Funktionalitäten sei es auf die Layout-Gestaltung bezogen oder auch in der Modul-Verwaltung. Ich habe schnell den Überblick verloren und damit auch schnell die Lust mit twoday zu arbeiten. Auch die Unterteilungen selbst in den einzelnen Punkten (z.B. Sidebar Module und Extension Module, und darin weitere Unterteilungen) waren meiner Meinung nicht gut verständlich, und brachten mich schließlich dazu wordpress.com genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit wordpress.com hatte ich zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten. Hier gibt es eine einfache und klar verständliche Menüführung. Nach einem „Rundgang“ durch das Backend weiß man genau wohin man klicken muss, und die jeweilige Anwendung zu finden. An dieser Stelle möchte ich auch anmerken, dass das bei twoday nicht Fall war. Bei jedem Einloggen musste ich mich immer wieder aufs Neue im Menü orientieren, und kann auch dann nicht immer zum Erfolg. Was mir besonders gefällt ist das „Hin- und Her-Schwitchen“ zwischen Frontend und Backend. Mit nur einem Klick kommt man dahin, wo man hin will. Im Backend über das Klicken auf den Buttom „Startseite“ und im Frontend auf „My Dashboard“. Aber auch über den Buttom „My Account“ kann man den richtigen Bereich schnell finden. Und „New Post“ ermöglicht sofort einen neuen Beitrag anzulegen. Ich denke es wird klar, was mich an worpress überzeugt hat: die tolle Übersichtlichkeit und die sehr hohe Benutzerfreundlichkeit. Im Gegensatz zu twoday gibt es hier im Backend nur wenige Menüpunkte, die klar geordnet sind und die genau das beinhalten, was der User sucht. Vor allem der Bereich „Darstellung“ hat mich überzeugt. Hierin findet man den Punkt „Widgets“ (vergleichbar mit den Modulen bei twoday). Die Anordnung der einzelnen Funktionalitäten ist hier klar und deutlich und leicht verständlich. Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Statistiken, die Blogger immer darüber auf dem Laufenden halten, wie sein Blog angenommen wird.“

Ich als „erfahrener“ Internet- und IT-User hatte natürlich keine der Schwierigkeiten, aber alle Kursteilnehmer fanden die Navigation bei Twoday schwierig. Hier sieht man auch die enorme Bedeutung von Usability, die Informatiker meist unterschätzen. Der Erfolg einer Software setzt sich nicht nur aus Features zusammen.

Blog ist umgezogen

Nach langer Zeit endlich mal wieder was Neues. Vielleicht hat der eine oder andere es ja schon gemerkt, das schöne Blog ist umgezogen. Es wird jetzt WordPress benutzt. Warum WordPress und nicht mehr b2evolution? Die Antwort ist ziemlich einfach. Die Qualität und Nachhaltigkeit einer Open Source Software steigt proportional mit der Verbreitung und WordPress hat sich inzwischen absolut etabliert. Ähnlich war die Entscheidung pro Moodle bei uns auch und wir sind sehr zufrieden damit.

Die URL www.onlinebynature.de ist noch nicht korrekt umgezogen. Das liegt zum einen daran, das dies etwas aufwendiger ist und zum anderen bin ich mir noch nicht absolut sicher, ob Fremdhosting bei wordpress.com das wirklich richtige ist.

Jetzt wollen wir aber schauen, ob mein neuer Vorsatz von drei Einträgen pro Woche Wirklichkeit wird.