Facebook ist down und die Welt lästert

Man kann jetzt schön über Facebook lästern. Facebook ist down und jeder, der sich auf Facebook verlässt ist jetzt auf Gott verlassen. Alle Werbestrategien, Sociel Media Manger, Eventmanager und erst die ganzen Freizeitnutzer können nichts mehr machen. Sie sind arbeitslos, nur weil Facebook down ist und man hat auch gar keinen Anspruch für Haftung. das gleiche gilt jedoch auch für Strom und Straßen aber das ignorieren wir jetzt einmal. Kollateralschäden sind antürlich auch entstanden, denn das Single Sign On von Facebook ist natürlich auch weg und so konnte man sich auch nicht an zig Web 2.0 Diensten anmelden. Die Heise Forenschreiber, die sowieso schon immer gegen Facebook, Google und Co sind, fühlen sich jetzt bestätigt, doch man muss da auch einmal die andere Seite anschauen.

Single Sign On ist ein Standardverfahren in jeder Firma. Alle Systeme sollen mit einem Login verfügbar sein. Wer lästert nicht gerne gegen Telekom, Bundesbahn oder eigene Firma, wenn Supportforum, Wiki und Intranet verschiedene Logins hat. Wenn das LDAP weg ist, steht auch hier alles.

Das gleiche gilt für Eduroam an den Unis, Shibboleth, AAI und OpenID. Alles sind sogenannte Single Point of Failures. Das eine erhöht die Usability aber wir bezahlen mit erhöhtem Risiko bei einem Ausfall.

Und bei den Produktionsprozessen sieht es ähnlich aus, da nennt man es One-Source-Publishing und wenn die XML-Quellen für den mobilen und für die Standardwebseite weg sind, sind auch beide Auftritte nicht erreichbar. Das gleiche gilt für die On-The-Fly-Prozesse z.B. PDF- und ePub-Erzeugung und vom Warehouse mit einer Datenquelle (auch wenn sie redundant ist), will ich gar nicht erst anfangen.

Also Vorsicht mit der Kritik an Facebook, denn wir alle wollen diese Prozesse, aber wenn sie weg sind, ist der Schaden groß

Google Summer of Code meets eLML and OLAT

Morgen am Donnerstag werden in Zürich die Google Summer of Code Projekte präsentiert. Die Universität Zürich hat insgesamt 8 Projekte gehabt, die alle erfolgreich abgeschlossen worden sind. 6 davon waren für das LMS OLAT und zwei für das Autorentool eLML. Der Veranstaltung soll live aufgezeichnet und später ins Netz gestellt werden.

Google Summer of Code ist eine sehr interessante kluge Idee von Google (wie immer). Es ist ein klassisches Win-Win-Projekt. Google gibt Hochschulen die Chance interessante Open Source Projekte zu realisieren und unterstützt jedes Projekt mit 5.000$, die Hochschule und der Student erhalten eine schöne Förderung und kann das Projekt realisieren und die Welt erhält etwas mehr Open Source. Aber was bekommt Google?

Google hat die Chance sehr gute Mitarbeiter direkt von der Hochschule abwerben zu können, ohne Headhunter oder einer Stellenausschreibung und ich kenne bestimmt undankbarere Jobs, als bei Google anzufangen:-)

Da wir schon seit einem Jahr Moodle benutzen, ist OLAT für uns nicht interessant, aber jeder der anspruchsvollen E-Learning-Content entwickeln will, sollte sich das eLML Projekt anschauen. Wir arbeiten seit 8 Monaten an einer eLML-Konvertierung und beobachten mit Spannung jede Weiterentwicklung.

Google Trends for Websites

Langsam kann man die Marktmacht der Google Daten erkennen. Wer weiss was gesucht wird, kann diese Daten auch geschickt auswerten und verkaufen veröffentlichen. Ich benutze oft und gerne Google Trends um Analysen grafisch darzustellen. Jetzt hat Google Trends for Websites veröffentlicht und man kann nun auch auch Websites vergleichen, mit deren „Daily Unique Visitors“ Angaben.

Wie gut dieses Beta Produkt von Google auf Anhieb ist, ist beeindruckend und brauch sich vor kommerziellen Angeboten, wie IVW und AGOF nicht verstecken. Das hat Jens Schröder in seinem Beitrag „Die erfolgreichsten Websites Deutschlands“ bei Meedia sehr gut recherchiert und dargestellt. Leider stellt Google Trends kleine deutsche Websites noch nicht grafisch dar, aber dafür ist es noch ein Beta Produkt.

Die Marktmacht von Google zeigt sich, wenn man sich einmal den Börsenkurs des kommerziellen Anbieters ComScore aus den USA anschaut. Seit Google Trends for Websites erschienen ist, hat der Börsenkurs um 30% nachgelassen. Dabei ist Googles Angebot umsonst, aber qualitativ gleichwertig.

Jetzt kommt auch noch der Google Browser

Google ist das Internet, das Internet ist Google!

Was Microsoft damals mit dem legendären Browserkrieg versucht geschafft hat, kann Google schon lange. Demnächst sollen wir nicht nur über Google suchen und E-Mails verschicken, sondern auch mit dem neuen Google Browser surfen. Da werden sich Mozilla und besonders Microsoft freuen.

Wenn man allerdings die Ankündigung im GoogleWatchBlog liest, muss man Google Anerkennung zollen.

All diese Erweiterungen machen Sinn und man fragt sich sofort, warum sind diese nicht schon lange entwickelt worden. Für mich ist das wieder der Beweis, dass Google das Netz einfach besser versteht als jede andere Firma auf der Welt. Was mir aber auch sehr viel Angst macht, denn wenn Google schon bei der Benutzung des Internets so schlau ist, was macht Google dann erst mit den gewonnen Daten aus GoogleMail, Adwords, Google Maps und jetzt und dem GBrowser?

Will ich das überhaupt wissen?

Geheime Emoticons in Skype

Viele Programme haben ja nicht dokumentierte Features. So auch mein Lieblings Instant Messenger Skype. Es gibt bei Skype acht nein mindestens neun undokumentierte Emoticons.

Skype Emoticons

Einer fehlt bei dieser Übersicht. Vielleicht findet Ihr es ja heraus. Der Name Emoticon wurde übrigens schon 1982 erfunden. Nicht verwechseln sollte man den Begriff mit den grafischen Smileys. Da ist Urheberrecht drauf und wurden von einem Grafiker im Jahr 1963 erfunden. Er hat aber vergessen das Zeichen zu schützen, daher ist ein schlauer geschäftstüchtiger Journalist 1971 Millionär geworden. Ja so gerecht ist das Urheberrecht.

Webentwicklung auf Safari

Safari für Windows bringt einen WebInspector mit, mit dem es möglich ist Webseiten und deren DOM-Struktur zu analysieren. Die Darstellung ist sehr übersichtlich gegliedert. Springt man durch die einzelnen Knoten des Dokumentes, wird der entsprechende Bereich im Browserfenster markiert dargestellt.

Den Webinspector gibt es derzeit nur im Nightly-Build.

Safari für Windows

Ende letzten Monat wurde der Safari in einer Beta-Version für Windows herausgegeben.
Die ersten Gehversuche verliefen nicht gerade erfolgreich, auch lokale Tests bestätigten diese fehlerhaften Darstellungen.
Nach einigen Updates und mit dem aktuellen Release in der Version 3.0.2 sieht das ganze schon besser aus.
Ich denke Safari für Windows sollte man auf jeden Fall im Auge behalten…