Internet als Grundbedarf

Die Diskussion ob Internet als Grundbedarf gilt und somit gleichgestellt ist zu Nahrung und Unterkunft ist alt. Der freie Zugang zu Informationen ist erstrebenswert und unsere Büchereien dürfen ja auch frei genutzt werden. Bücher ausleihen kostet zwar Geld, aber das recherchieren ja nicht.

Unsere Regierung will die Bildung fördern und unterstützt den freien Zugang zu Wissen durch Open-Content als auch Open-Access Projekte. Wie sieht aber die Realität aus?

Ich sitze gerade am Frankfurter Flughafen und will ins Internet. Dank unserem Monopolisten Telekom bzw. hier T-Com darf ich für nur 8 Euro die Stunde ins Internet.

Ich nenne das moderne Wegelagerei und blogge lieber offline.

Das es auch anders geht, hat uns vor zwei Wochen Estland gezeigt. Am Hauptstadt Flughafen Tallinn war der Internetzugang frei, und es gibt auch viele freie Hotspots in Tallinn als auch in Tartu, die umsonst sind. Wieso klappt das denn in Estland und nicht in Deutschland? Ich denke hier könnte man auch mal eine politisch sinnvolle Diskussion starten, aber ob das auch von der Regierung gewünscht ist? Ich zweifel…

Eesti e-Ülikool – E-Learning in Estland

Auch in Estland ist E-Learning ein grosses Thema. Zwei Tage treffen sich die Experten aus Estland in Tartu zur Estonian e-University.

Tartu hat 100.000 Einwohner und die Konferenz knapp 200 Teilnehmer. Im Gegensatz zur deutschen Learntec gibts hier kostenloses breitbandiges WLAN und zwar auch in der Stadt und in den Hotels.

Bei der Konferenz wurden alle Sessions simultan ins englische übersetzt und digital gefilmt. Bin gespannt ob man die später auch anschauen kann.
Jeder Redner hat sogar ein Glas Honig geschenkt bekommen. Sehr nett, da kommt man gerne wieder.

Wir haben hier den Baltic Sea Virtual Campus vorgestellt. Mit diesem Verbund aus Hochschulen in der Ostseeregion kooperiert seit kurzem auch ein Partner aus Estland, und zwar die Estonian IT-Foundation. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und geniessen die baltischen Eindrücke. Im Übrigen sind die Esten sehr umgänglich!

Atlanta eine Stadt der Widersprüche

Nach drei Tagen Sakaikonferenz nun ein paar Impressionen aus der Hauptstadt Georgias.

Atlanta hat zwei Zentren, zum einen das Messe- und Veranstaltungszentrum mit dem Olympischen Park und den Sportstätten und zum anderen das Entertainment Viertel rund um Buckhead.

Im Messezentrum gibt es ausser dem Dailys und dem Hardrock Cafe und ein paar Bars eigentlich keine Aktivitäten. Nicht einmal eine größere Mall zum einkaufen ist vorhanden.

Tagsüber kann man zum nicht sehr grossen Olympischen Park gehen, daneben wird die neue World of Coca-Cola gebaut, die im Mai 2007 eröffnet. Die alte lohnt nicht wirklich einen Besuch. Direkt daneben das eigentliche Highlight der Stadt, das Aquarium. Es ist das größte der Welt und hat über 100.000 Tiere. Neben den Ottern, den Spinnenkrabben und den Belugawalen sind die vier Walhaie die Sensation. Sie schwimmen im größten Becken er Welt zusammen mit ca 8000 anderen Fischen. Ein Tunnel und viele Fenster geben einen perfekten Einblick. Das Becken hat auch das größte Fenster Nordamerikas. Wirklich fantastisch.

Gegenüber ist die Philips-Arena und das CNN-Center. Die Studiotour von CNN ist auch nicht sehr sehenswert.

Im Gegensatz zu den eher langweiligen Attractions, ist das Nihtlife von Atlanta sehr gut. Es gibt dutzende von Blues, Rock oder Jazzclubs. Es wird sehr lange bis in den frühen morgen gefeiert und ich kann in das Peachtree Tavern und Blind Willie’s empfehlen. Ein gutes Stadtmagazin infomiert über alles. Leider ist Buckhead, wo die meisten Bars sind, etwas entfernt und eine Taxifahrt dorthin kostet ca 25$.

Online Educa 2007: Kurzfahrt

Und hier noch ein Tipp für alle „Fußlahmen“ die nächstes Jahr nach der Konferenz eine nette Location suchen:
1. An der Straße ein Taxi anhalten,
2. dem Taxifahrer das Wort „Kurzfahrt“ nennen und
3. für eine Fahrtzeit ca. 10-15 Minuten nur 3,- Euro zahlen!
Achtung: es kann sein, dass der Taxifahrer etwas allergisch auf das Wort „Kurzfahrt“ reagiert. Aber das Ziel, z.B. Savignyplatz, mit Szene-Kneipen, köstlichen Tappas-Bars, französischen, italienischen oder vietnamesischen Restaurants (Florian, 12 Apostel, Mr. Hai) erreicht man auch mit einen mürrischen Taxifahrer.
See you next year…

Online Educa: Mathe und Mehr

Die Online Educa hatte dieses Jahr mehr als 2000 Teilnehmer. Wenn man bedenkt, dass diese Konferenz vor 15 Jahren, lt. Dr. Cristof Peltason, mit ca. 140 Teilnehmern recht übersichtlich begann, ist dies wirklich enorm.
In der Demonstration-Session von Andreas über oncampus-factory am Freitagnachmittag (leider nicht von allen Teilnehmern besucht 🙂 ) hat uns Ramon Eixarch von der Firma WIRIS aus Spanien eine interessante Mathematik-Lösung vorgeführt.
Der WIRIS Editor ist ein Java basiertes Tool für mathematische Formelberechnung und Grafiken (Online Demonstration), das Browser-Betriebssystem- und LMS-unabhängig ist. Seit Mitte des Jahres gibt es sogar eine Moodle-Integrationslösung.

Universität Lund

Zu einem kleinen Gedankenaustausch zum Thema E-Learning, E-Content und der notwendigen Infrastruktur hatte die Universität Lund eingeladen. Die Uni Lund hat über 40.000 Studierende und mit über 20 Mitarbeitern ein recht starkes E-Learning Center. Lund überlegt auch in Learn Managment Systemen Open Source einzusetzen und evaluiert Moodle ähnlich wie oncampus und die Uni Stockholm die hier Sakai einsetzen.

ICL Conference Villach 3.Tag

Heute ist das Niveau glücklicherweise etwas höher. Die Vorträge in der Technik Session sind recht gut, aber meist nichts für uns.

Es gab ein paar gute Sessions zum Mobil Learning, aber ich sehe da wirklich noch keine gute Anwendung. Die Technik war diesmal aber interessant. Danach kam mal wieder ein Content-Tool (wie viel denn noch und alle schlecht) und ein Vortrag über die Mondlandung (Virtuell) und über Plagiate. Eine ganz interessante Seite ist das eduWaver Projekt. Es ist ne Mischung aus einem Repository, einem Kursbilder und factory. Schreckliche Webseite, aber das Handbuch ist gut.

Noch ein paar Worte zu den Vorträgen. Es fallen hier echt viele Sessions aus. Ich bin extra früh aufgestanden und wollte Baumgartner sehen, aber er war nicht da. Die Session von Cocoon ist auch ausgefallen und jemand anderes ist früher abgereist und hat einfach Papers hingelegt. Wenn die Session nicht ausfällt, dann ist oft der Speaker nur Ersatz und manchmal sind die Projekte veraltet bzw. gibt es nicht mehr. Man kann diese Veranstaltung wirklich nicht als Infoveranstaltung sehen, sondern eher als Präsentation und um sich vorzustellen bzw. um Leute kennenzulernen.

ICL Conference Villach 2.Tag

Also jetzt mal ein paar Eindrücke vom zweiten Tag. Die Konferenz ist gut organisiert und schön gelegen. Villach hat einen Technologiepark mit einer grossen Anzahl gut ausgestatteter Hörsääle, leider etwas ausserhalb gelegen. Der Bus braucht ca. 15 Minuten und fährt zweimal die Stunde.

Der Vortrg über Web 3.0 und RDF war leider das einzige Highlight an diesem Tag. Alle anderen Voträge hatten leider kein ansprechendes Niveau und waren teilweise enttäuschend. Im Vergleich zu uns, kann man mal wieder sehen, wie weit wir sind.

Mein Vortrag war in der zweiten Session mit 6 anderen Rednern. Die Session war sehr gut besucht, ich denke es waren knapp 40 Leute. Zur Info: Es gibt hier 5-6 parallele Sessions und ungefähr 180 Teilnehmer. Ich hatte Glück, da ich als driiter Redner dran war und da alle noch wach waren. Der Vortrag über oncampus-factory kam sehr gut an. Langer Applaus, paar Fragen zu den Kosten und alle Flyer wurden sehr dankend genommen. Nächstes mal brauchen wir mehr Flyer un eine Visitenkarte dran, oder so.

Leider konnte keiner direkt nach der Session mit mir sprechen, da alle danach überzogen haben und so langweilig waren, dass zum Ende nur noch 4 Leute im Saal sassen.

Alle Vorträge am nachmittag waren, wie schon gesagt, nicht erwähnswert.

Abends sind Guido, Markus (Frauenhofer Institut) und ich noch weg gegangen. Das Nachtleben in Villach ist wirklich nicht schlecht und es gibt mehr als eine gute Location. Fotos folgen später, ich hab leider das USB Kabel vergessen.