Revolution oder Evolution

In letzter Zeit geistert ein neues Video durch die sozialen Medien, was ziemlich positiv bewertet wird. Ich finde die ersten 5 Minuten allerdings ziemlich schlecht und man könnte fast bei jedem Satz ein Gegenbeispiel nennen.

Die Bildung ist keine Wissenschaft für Ingenieure. Das hab ich inzwischen leidgeprüft lernen müssen. Für mich ist es inzwischen eine „Es kommt darauf an“ – Wissenschaft Disziplin (dafür krieg ich bestimmt wieder Ärger). Im Video wird anfangs behauptet, dass u.a. Videos bzw. Animationen keinen messbaren Mehrwert ergeben und daher weggelassen werden können. Ich vermute genau das gleich gilt sicherlich auch für Tafel und Kreide und auch für das Papier, den Beamer und selbst diese gerollten Karten (gibt es die eigentlich noch?). Die haben bestimmt den gleichen messbaren Lernwert, wie Google Earth, denn auf beiden finde ich den Atlantik 🙂

Darüber kann prima diskutiert werden, was wir auch liebend gerne machen. Was ich aber spannend fand, sind die letzten beiden Minuten von dem Video, wo die ersten fünf relativiert werden.

Revolution oder Evolution

Revolution oder Evolution

Hier wird plötzlich von einer Bildungsevolution gesprochen und das fand ich spannend. Wie lange brauchen eigentlich Revolutionen, bis sie zu Ende waren? Bei Staaten ging es relativ schnell, siehe unsere DDR oder Jugoslawien, aber bei Gesellschaften dauert es ewig oder sie die Franzosen mit ihrer „Egalite“ inzwischen fertig? Und haben wir mit der Gleichberechtigung nicht auch noch einige Probleme?

Was erwarten wir denn von einer Bildungsrevolution? Gehe ich heute ins Bett und morgen wird aus dem Klassenzimmer ein ein Flipped Clasroom mit BYOD Schülern und Smartboards mit App-Unterstützung? Alle Schüler können mit den Geräten umgehen und Lehrer natürlich auch?

Nein eine Bildungsrevolution wird es durch die Digitalisierung nicht von heute auf morgen geben. Allerdings ist das Tempo der Veränderungen doch beachtlich. Wer sucht heute noch als erstes im „Meyers Universal Lexikon“ oder schaut im Oxford Dictionary nach? Die Rechtschreibung kontrolliert entweder Google oder Office (auf jeden Fall im Büro, in der Schule gilt der gedruckte Duden) und navigiert wird per Navi oder Smartphone und nicht per Klappkarten von Falk. Ich will sagen, dass es hier langsam aber stetig zu einer Bildungsevaluation kommt, die man sehen kann, wenn man sie sehen will. Denkt immer daran, dass Google gerade seine Lehre als Sechzehnjähriger angefangen (Google ging Sep. 1998 online) hat und die großen Sachen erst noch kommen werden.

Im späteren geschichtlichem Kontext werden wir sicherlich von einer Revolution sprechen, aber heute sehen wir eher viele kleine Schritte, die überall etwas ändern, aber das Große Ganze ist nicht so leicht zu ändern und wird ein Generationskonflikt sein. Schaut Euch aber selbst das Video an und vielleicht gefallen Euch ja die ersten fünf Minuten auch 🙂

 

Moodle, Google Stories und IFTTT könnten The Next Generation LMS sein

Letzte Woche ist schreckliches passiert. Bei meinen Nachbarn hat es gebrannt und wäre die gute Feuerwehr nicht so schnell gewesen, dann würde ich jetzt wohl in einem Hotel sitzen und über meine ausgebrannte Wohnung weinen.

Bei Feuer bitte erst Gebäude verlassen, bevor man das Feuer auf Facebook postest

Bei Feuer bitte erst Gebäude verlassen, bevor man das Feuer auf Facebook postest

Stattdessen wurde ich von Nachbarn angerufen, hab mich aufs Fahrrad geschwungen und hab mir das Unheil vor Ort angeschaut. Zum Glück ist nur Sachschaden entstanden und eine kleine Rauchvergiftung. Was jeder Mensch dann macht sind Fotos und ab auf Facebook und Co damit. Was soll man auch sonst machen, ich durfte ja nicht in die Wohnung gehen. Was aber dann passierte, war neu für mich. Google hatte meine Fotos zu einer Story zusammengefasst und bot mir an, die Geschichte dazu zu erzählen. Ich habe dann schnell die fünf Bilder beschriftet und die Geschichte auf Google+ geteilt. Das hat ganze 5 Minuten gedauert und die Geschichte war erzählt.

Aber was hat das jetzt mit einem Next Generation LMS zu tun?

Der Bogen ist eigentlich recht einfach, denn was Google hier gemacht hat, war genial. Google hat versucht zu erraten, was ich vorhabe und mir eine Lösung vorgeschlagen, die schon zu 80% fertig ist und dann intuitiv und vor allem designed out-of-the-box einfach nur noch veröffentlicht werden muss. Wäre es nicht genial, wenn ich so etwas auch in einem LMS hätte? Also ich lade z.B. 5 Bilder hoch und das LMS vermutet gleich, du willst eine Diashow machen oder eine Geschichte (Slides) erzählen und brauchst nur noch Kommentare einsetzen oder ich lade ein Video hoch, dann wird es gleich eingebunden und ich beschrifte es nur noch und bei PDFs wähle ich als Thumbnail-Vorschau eine bestimmte Seite aus. Da steht dann nicht mehr nur der Link zum PDF, sondern es erscheint ein Preview ähnlich wie bei Scribd.

Denkt man diesen Ansatz weiter und schaut sich dann einmal IF THIS THAN THAT an, wird es langsam spannend. Ich könnte also verschieden Learning Objects hochladen und das LMD schlägt mir vor, wie ich sie verbinden will. Man kann sich das so vorstellen: Wenn Student das Video zu Ende geschaut hat, dann schalte das PDF frei oder wenn Forumsbeitrag gelesen, dann gibt Student eine Frage. Das geht natürlich schon heute, aber die Bedienung ist bei einem LMS einfach schlecht. Bei IFTTT sieht das ganze grafisch ansprechend aus und man kann alles intuitiv zusammenbauen. Dank einer IFTTT Oberfläche könnte man also ganz einfach Lernpfade zusammenbauen und beschriften.

Das geht bestimmt weit an der Realität vorbei, denn diese grafische Oberflächen können nur einen Bruchteil eines komplexen didaktischen Szenariums abbilden, aber dafür ist es sehr einfach und schnell. Der Wizard schlägt Lösungen vor und stellt schon ein tolles Design. Das heutige LMS ist aber genau das Gegenteil, denn es schlägt gar nichts vor und der Anwender wird im Regen stehen gelassen und das Design ist sehr schlecht. Daher passiert meist gar nichts in einem E-Learning Kurs. Bei einer IFTTT Unterstützung passiert vielleicht nicht zu 100% das Gewünschte, aber dafür geht es schnell und es ist besser als gar nichts. Natürlich werden jetzt wieder die Pädagogen kommen und sagen, dass man ein sinnvolles Szenario braucht. Das stimmt auch, aber man muss diese Szenarien nicht zu 100% umsetzen und mit ein paar Abstrichen, hat man eine sehr schnelle und grafisch gute Lösung.

Fazit

Das LMS müsste den Anwender mehr führen und schon mit Wizards neue Lernpfade vorschlagen. Ähnlich wie bei Google Stories verbindet ein LMS mit bedingten Verknüpfungen mittels IFTTT bestimmte Lernpfade. Der Dozent wird entlastet und kriegt Lösungen schon fertig serviert. Der früher gelobte Freiraum eines LMS wird gegen ein starres Konzept getauscht. Will der Anwender mehr, muss er in einen Experten-Modus wechseln mit hunderten von Einstellungsmöglichkeiten. Um das aber alles zu realisieren, müsste man ein völlig neues LMS entwickeln und wer will das schon machen.

Das war die Moodlemoot 2014 in Leipzig

Den Sinn einer Moodlemoot verstehe ich oft nicht und beim Durchschauen des Programms kommt manchmal auch Verwirrung auf. Viele Themen einer Moodlemoot sind einfache E-Learning-Themen, die oft wenig mit Moodle zu tun haben. Schaut man in das Programm, so entdeckt man sehr viele „nicht“ Moodle Themen oder nur ein sehr loser Zusammenhang zu Moodle, z.B. ein Plugin oder eine Schnittstelle. Ich nehme mich da selbst nicht aus, denn bei meinem Vortrag „LOOP – Ein Autorentool für das Lehrbuch von morgen“ hatte ich auch nur 5 Minuten über die Moodle-Integration gesprochen. Das ist aber das Problem jeder Spezial-Konferenz, die eine Software in den Mittelpunkt rückt und soll auch nur eine Anmerkung sein.

Die diesjährige Moodlemoot, war die erste Mooharamoot, da Mahara inzwischen als zweites Standbein Einzug gehalten hat. Ich persönlich halte davon nicht sehr viel. Zum einen sind E-Portfolios immer noch in den Kinderschuhen und müssen noch den Beweis der Notwendigkeit liefern (ich glaube, es haben sich beim Hochschultreffen nur drei Hochschulen mit einer Mahara-Installation gemeldet) und zum anderen ist die Integration in Moodle doch sehr rudimentär. Das muss alles noch sehr viel besser werden, aber dafür sind diese Konferenzen da.

Zu den einzelnen Sessions kann ich, wie so oft, kaum was sagen. Die Keynote von Jöran Muuß-Merholz war sehr schön und unterhaltsam, aber fast die gleiche Präsentation, wie beim CCC. Das soll die Qualität nicht schmälern, da der CCC Vortrag sehenswert war und ich ihn oft empfohlen habe.

Danach kam meine Session über LOOP, die gut besucht war und danach hat Herr Scholz auch noch einmal in einem Workshop über LOOP anhand der Volkswirtschaftslehre berichtet. Es hat mich unglaublich gefreut, dass zum ersten mal eine externe Person über LOOP berichtet und es kam eine kleine spannende Diskussion auf. Wir werden diese Diskussionen im Juni in Lübeck fortführen, beim ersten LOOP-Workshop (die Planungen laufen) und wir sind weiter gespannt, wie sich unsere Open-Source Lösung weiterentwickelt.

Danach hab ich mir noch zwei Sessions über Badges angeschaut, was für mich eines der nächsten großen Projekte sein wird. Ich denke das Jahr 2014 und auch 2015 wird von MOOC, Badges und ein wenig LOOP bei mir gekennzeichnet sein. MOOC und Badges sind für mich ein Tandem, was bisher noch nicht so exakt ausdiskutiert worden ist. Da gibt es noch jede Menge Diskussionsbedarf. Die eine Open Badge Session von Kristina Höppner gibt es sogar auf YouTube.

Danach gab es für mich persönlich jede Menge Meetings, Diskussionen und das persönliche Netzwerken. Dafür muss man jetzt auch einmal die Organisation der Uni Leipzig ausdrücklich loben, denn das kleine Foyer mit den Tischen, war dafür hervorragend geeignet. Auch die Abendveranstaltung am Donnerstag war wunderschön und ich verstehe immer noch nicht die Leute, die sich davor drücken. Ich finde immer diese Tischgespräche sehr ergiebig und interessant.

Die Moodlemoot in Leipzig war gekennzeichnet, als Moot der kurzen Wege. Vom Bahnhof zum Hotel (es waren diesmal wirklich viele im gleichen Hotel) und dann zur Moot waren keine 600 Meter. Das ist wirklich kurz. Leipzig ist wunderschön (plant einen Besuch beim Völkerschlachtdenkmal ein) und der Neubau der Uni mit der Mensa ist wirklich gelungen. Vielen Dank für die großartige Organisation. Ich persönlich empfand auch die Vorträge hochwertiger als früher. Man hat schon in Münster und München einen Anstieg der Qualität bemerkt und der Trend setzt sich fort (aber wie gesagt, ich war in wenig Sessions).

Für mich persönlich war die Reise definitiv ein Erfolg. Ich habe wirklich viele Ideen bekommen, viele neue Bekanntschaften gemacht und alte vertieft und neue Projekte angesprochen. Moodle als auch Mahara sind feste Bestandteile unserer Infrastruktur und wir werden noch Jahre diese Software nutzen. Allerdings sind wir auch in der Lage, aus der doch etwas betagten Usability und Performance von Moodle, eine gutes System zu schaffen, was inzwischen über 35.000 Leute bei uns nutzen können. Mal schauen, wie unsere Moodle-Roadmap 2014/15 aussieht. Es gibt da jetzt schon ein paar Überraschungen 🙂

 

 

Meine Geschichte zum Schulbuch-o-mat

Diesen Bericht wollte ich schon sehr lange schreiben und jetzt ist es endlich soweit. Vielleicht weiß es der eine oder andere schon, denn das erste freie Schulbuch Deutschlands, der Schulbuch-o-mat (SBOM) läuft auf unserer LOOP Plattform. Warum? Ganz einfach, weil es der Zufall so ergab:-)

Vorgeschichte

Vor ca 18 Monaten habe ich einen Artikel auf Netzpolitik.org gelesen, wo es um das Crowdfunding Projekt SBOM ging. Wir hatten zu dem Zeitpunkt gerade beschlossen LOOP weiterzuentwickeln und hatten unseren alten XML Prozess aufgegeben. Das seltsame dabei war, dass wir unseren XML Prozess gemeinsam mit der Uni Zürich und deren eLML Plattform abgestimmt hatten, aber eLML war zu dem Zeitpunkt quasi tot und daher war unser Ansatz auch gestorben. Wir hatten danach das Projekt LOOP begonnen und der SBOM wollte gerade eine EBook Plattform evaluieren und eLML gehörte zur engeren Auswahl. Ich hatte dann dem SBOM geraten Abstand von eLML zu nehmen und habe auch von LOOP gesprochen, aber ich hätte nie gedacht, dass die Jungs unseren Prototypen auswählen würden. Allerdings habe ich dies etwas gehofft:-)

Dann nahm die Geschichte ihren Lauf. Der SBOM hatte sich für LOOP entschieden und es geschafft die 10.000 Euro Funding zu bekommen. Danach hatte der SBOM echte Schwierigkeiten genug Autoren für die Umsetzung des Bio Buches zu bekommen, und wenn sie welche bekommen haben, wurde es schwer diese zu koordinieren. Auf unserer Seite hatte LOOP dann ein ernsthaftes Spam Problem, was wir nicht so richtig in Griff bekommen hatten. Nach kurzer Zeit änderte der SBOM dann seine Strategie und beschloss ein US Bio Buch zu überführen und in LOOP einzustellen. Dadurch kamen sie extrem schneller vorwärts, hatten ein ausgereiftes didaktisches Grundkonzept (viele behaupten generell, dass US Schulbücher eine bessere Didaktik haben), es fehlte nur eine Übersetzung und schöne Grafiken. Ich hatte parallel erste Erfahrungen mit unseren LOOPs gesammelt und kam zu ersten Ergebnissen, die dem SBOM gleichten. Ein leeres LOOP kann nicht einfach von einer sich fremden Masse unkoordiniert befüllt werden. Seinen es intrinsisch motivierte Lehrer, wie beim SBOM oder bei uns die erhoffte freiwillige Mitarbeit der Studierenden. Es braucht immer einen roten Faden, ein Konzept aber wem sag ich das. Der SBOM konnte dann mit seinem Konzept den Termin zur Veröffentlichung seiner Version 1.0 fast halten, was eine unglaubliche Leistung darstellt. Wer schon einmal ähnliche Projekte realisiert hat, kann das einschätzen. Die meisten reden nur, und nur ganz wenige machen wirklich etwas Reales. Der SBOM ist hier eine positive Ausnahme.

Parallel konnten wir im März unsere LOOP Version 1.0 fertigstellen und hatten nun endlich ein schönes Design – „Das Auge lernt mit“ und auch der PDF-Export funktionierte gut und auch das Spam Problem scheint gelöst zu sein. Das waren die ersten wesentlichen Kritikpunkte. Ich habe jedoch bei der öffentlichen Diskussion mitbekommen, dass die meisten Beteiligten nur den Augenblick sehen, aber das Potential einer neuen Lösung selten erkennen. Ich will eigentlich nur sagen, dass sich mit LOOP und SBOM vor 12 Monaten zwei Prototypen sehr früh getroffen haben und damals keiner wusste, was dabei herauskommen wird.

Was kommt jetzt

Wenn wir jetzt anschauen was passiert, sind das wirklich spannende Geschichten. Der SBOM hat gerade Version 1.1 veröffentlicht und dabei, und da bin ich persönlich sehr Stolz drauf, sind sie weg gegangen von einem Lehrbuch, was man noch ausdrucken konnte, und hin gegangen zu einem Online Lehrbuch mit den ersten Vorteilen von vernetzten Inhalten. Inzwischen sind YouTube Videos, LearningApps und Prezis enthalten. Es gibt Reflexionen, Aufgaben und Vertiefungen und dadurch sieht man, dass Lehrbuch wurde lebendig und das kann nur auf digitalem Wege geschehen. Ich nenne das „CloudBook“ und man sieht die wahren Vorteile dieser Lösung, denn eine Überarbeitung und Ergänzung der Ursprungsversion ist problemlos möglich und alleine das Zeitintervall von 3 Monaten zwischen Version 1.0 und 1.1 ist unglaublich kurz und zeigt das Potential der Browserlösung. Das liegt natürlich auch daran, dass der SBOM inzwischen den Ansatz des CloudBooks verstanden hat und umsetzen kann. Das geht nicht von heute auf morgen, denn immerhin haben wir davor 500 Jahre Buchdruck erlebt. Parallel sehe ich die gleichen Vorgänge bei uns intern geschehen, denn die ersten LOOPs werden jetzt zum zweiten mal unterrichtet und die Profs verbessern selbst ihre LOOPs und erweitern sie mit multimedialen Elementen, die entweder selbst produziert werden (Camtasia, LearningApps) oder als freie OER Inhalte im Netz gefunden werden (YouTube, Wikipedia, Prezi, Pixabay).

Für uns bedeutet dies, dass die kleine Pflanze LOOP langsam anfängt zu wachsen und unsere Vision der Qualitätsverbesserung durch Aktualisierung und Multimedia (teilweise durch OER) ganz allmählich Wirklichkeit wird. Wir wissen natürlich, dass das ein sehr langer Prozess ist, aber auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wir wissen aber auch, dass es bisher noch keine große Hilfe aus der Community (Wisdom of Crowds) gab und es hier wirklich noch ganz neue didaktische Ansätze geben muss. Der SBOM versucht es mit einem Hackathon und wir vielleicht mit Anreizsystemen wie Badges oder auch Zensuren oder Geld. Tatsache ist, dass LOOP unglaublich spannend ist und wir hier völlig neue Wege gehen.

Update:

Ich hatte die erste Version dieses Textes auf Dienstreise mit einem iPad geschrieben und dank der „komischen“ Tastatur und der automatischen Textvervollständigung und den fehlenden Cursortasten, gab es eine Menge Schreib- und Verständnisfehler. Man möge es mir verzeihen 🙂

Man muss es vorleben

Das Problem zieht sich aus meiner Sicht ständig durch den E-Learning Bereich, wird aber meiner Meinung nach, nie angesprochen. Es fing schon bei meiner ersten Konferenz an, als ich noch naiv dachte, die wahren Experten, leben auch das, wovon sie sprechen und vor allem sie können es auch bedienen. Aber weit gefehlt, denn bis heute treffe ich ständig „Experten“, die mich immer wieder fragen, warum sie nicht erfolgreich E-Learning etablieren können und dann selbst das E-Learning nicht leben. Was ich meine ist, die Experten benutzen selbst die tollen Tools und Techniken nicht, die es wie Sand am Meer gibt.

Das fängt inzwischen bei den ganz einfachen Basics an, denn wer hat schon alles kein Smartphone oder ein Tablet, will aber trotzdem über Mobil-Learning diskutieren. Ich behaupte dann immer, man kann das nicht richtig erfassen, wenn man nicht selbst die Tücken aber auch die Potentiale dieser fabelhaften Wundergeräte erkundet hat. Die Antwort ist dann immer die gleiche. Man muss nicht jedes Gerät und Tool ausprobieren, um über die didaktischen Konzepte zu sprechen. Diese sind auf einer abstrakten Ebene und werden beschrieben und sind übertragbar.  Das mag  ja stimmen, doch wie soll ich denn diese innovativen E-Learning Szenarien verkaufen, wenn ich dem Professor gegenüber sitze, um dann mit Papier und Bleistift, Flipchart oder Kreidetafel die Szenarien beschreibe, aber er soll das mit Laptop, Tablet, Webkonferenz und Moodle machen? So kann ich nie jemanden überzeugen, denn der Mehwert ist ja nicht einmal für mich (der Experte) zu sehen, denn ich arbeite analog.

Das die E-Learnig Experten ihre Philosophie nicht leben, bemerkt man ständig. Auf Konferenzen twittern vielleicht 5-8 Prozent, einen Facebook Account haben vielleicht 50% und eine richtige digitale Identität  wahrscheinlich nur 20%. Tablets sind inzwischen verbreiteter, aber trotzdem in der Minderheit. Es geht aber weiter, denn bei Round Table Gesprächen, werden Flipcharts und diese Metaplaner (heissen die so?) genutzt, statt Mindmap und Beamer oder einem digital Whiteboard. Ergebnisse werden später vom Papier abgeschrieben (!!!) oder fotografiert (löbliche Ausnahme) und digital übertragen und meist dann noch per Datei (am liebsten PDF) mittels E-mail verteilt. Das man die Ergebnisse gleich online in ein Etherpad oder GoogleDocs schreiben könnte um dann später nur einen Link zu verteilen, kommt meist nicht in Frage. Trotzdem erzählen diese Experten bei den Workshops noch etwas von E-Learning, aber sie leben und arbeiten absolut analog.

Man kann das dann auch noch weiter vertiefen, denn wer schaut schon TV per Stream oder nutzt die Mediatheken? Wer liest seine Bücher auf einem E-Book-Reader oder wer hört seine Musik per Spotify statt CD? Wer navigiert per Karte und wer nutzt Open Street Map? Wer druckt aus und wer liest am Bildschirm?

Wenn ich diese Punkte zusammenfasse, müsste ich sagen, die wahren E-Learning Experten sind Nerds 🙂 Die leben das digitale Ich wirklich aus, haben von allen Trends und Techniken fundierte Kenntnisse, haben die neuste Hardware und können alles bedienen. Das aller verrückteste dabei ist dann, dass die meisten auch noch unbewusst sehr gute didaktische Kenntnisse haben. Wer außer den IT Nerds musste denn die letzten 20 Jahre den Pädagogen, Lehrer, Eltern und Freundinnen die ganze Technik erklären? Ja es sind diese blassen weltfremden Nerds (berühmt durch die Big Bang Theory), die einsam Pizza essend vor ihrer Playstation sitzen. Leider wissen die meisten Nerds nicht, dass sie diese Kenntnisse haben 🙂

Ich bin gespannt auf die nächsten Konferenzen, wo ich vielleicht einmal QR Codes sehe, Twitterwalls und einen Tagungsband als E-Book (nein kein PDF, sondern was vernünftiges) erhalte. Zum Glück ändert sich das langsam (die GMW dies Jahr war ein toller Anfang und die OER Konferenz in Berlin auch), aber vor Ort in den vielen kleinen Besprechungen und Medienzentren, wird nach wie vor analog gelebt. Es lebe der Drucker und die Flipcharts.

Rückblickend muss ich sagen, dass wir es bei uns es inzwischen geschafft haben, die E-Learning Konzepte auch für uns umzusetzen. Das hat lange gedauert, doch der große Erfolg war die Verteilung von Tablets an alle Mitarbeiter und der Implementierung eines Wikis für die interne Dokumentation. Ergänz wurde das  durch die ISO9001 Zertifizierung, die wir auch im Wiki gemacht haben. Inzwischen gibt es glücklicherweise  bei uns kaum noch Papierdiskussionen und Flipcharts, jeder hat Skype und informelle News werden per Google+ verteilt. Wir leben es inzwischen und das hilft ungemein und vielleicht liest das der eine oder andere auch einmal und stellt SEIN LEBEN etwas um und redet nicht nur über das digitale lernen.

Meine L3T Geschichte

Letzten Mittwoch war es vollendet und das „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien“ (L3T) in der Version 2.0 würde pünktlich veröffentlicht. Wer es nicht kennt, das Buch behandelt verschiedenste Themen rund ums E-Learning und der Technik dahinter  (ich nenne das oft sehr einfach Techdaktik). Das Buch wendet sich besonders an Lehrer und Dozenten, die einen Leitfaden für verschiedenste Themen benötigen. Den Bedarf gibt es, denn Version 1.0 wurde unglaubliche 241.000 heruntergeladen. Doch Bücher über Technik und E-Learning veralten sehr schnell und daher wurde eine Überarbeitung nötig und das auch noch unter der freien Creative Commons Lizenz CC-BY-SA. Als es den Aufruf zur Version 2.0 gab, hab ich dann auch gleich meine Hilfe angeboten und tatsächlich wurde ich gebraucht. Ich durfte das Kapitel „Vom Overhead Projektor zum iPad“ von Martin Ebner und Clemens Kröll überarbeiten und hab mein Bestes gegeben. Hier meine Sicht und meine Erfahrungen zu diesem Projekt.

Der Ablauf

Vor ungefähr drei Monaten gab es ein Etherpad, wo alle Interessierten ihre Ideen und ihre Schwerpunkte für eine Version 2.0 reinschreiben konnten. Ich hab das fleissig gemacht und habe wahrheitsgemäß geschrieben, ich würde was von E-Books, Webkonferenzen, Kollaborationswerkzeugen und Online-Fernstudiengängen verstehen. Eigentlich hatte ich Lust über unsere neue Autorenplattform LOOP zu schreiben, die im Moment eine großen Arbeitsschwerpunkt ausmacht. Das Thema wurde später an ein anderes Team vergeben und ich wurde höflich gefragt, ob ich das oben genannte Kapitel überarbeiten wolle. Ich hab sofort zugesagt, denn helfen wollte ich und was dabei die genaue Aufgabe war, war mir fast egal. Das Thema passte und Martin Ebner meinte auch, dass es wichtig sei (was ich nicht wirklich ernst genommen hatte, war aber ein Irrtum). Das Projekt unterschied zwischen Sprinter und Läufer, d.h. die Sprinter mussten in der vorletzten Augustwoche sich eine Woche einsperren und das Kapitel fertig machen, die anderen Läufer mussten ihre Version bis Ende Juli fertig sein. Ich entschied mich für den Läufer, da ich wusste, dass ich Ende August keine Zeit haben werde. Danach hab ich zwei sehr hilfreiche Leitfaden bekommen und sollte einen Text mit max. 3.500 Wörtern abliefern und es gab zwei Anmerkungen im Originaltext, die unbedingt verbessert werden sollten.

Natürlich hab ich den Termin Ende Juli nicht geschafft. Urlaubsvertretungen, Systemarbeiten, neue Projekte und Fortbildungen und natürlich auch Privatleben und der schöne Sommer machten mir einen Schnitt durch die Rechnung. Mitte August war der Text dann ein Tag vor dem Sprint endlich fertig. Ich hatte jedes Kapitel inkl. Überschrift überarbeitet und kam auf 4.500 Wörter. Das waren 1.000 zu viel und ich hab gnadenlos gekürzt. Nach Rücksprache mit Co-Autor Martin (Clemens hatte nicht mitgearbeitet) kamen wir dann auf ungefähr 4.000 Wörter, da es auch eine Überarbeitung und Aktualisierung sein sollte. Die könne leicht umfangreicher sein, als das Original. Der neue Name war dann „Von der Kreidetafel zum Tablet“ und ich wartete dann gespannt auf den Review. Zwei Experten haben dann Rückmeldung gegeben und zwei Tage später, konnte ich den Text überarbeiten. Das war eine kurze Nacht für mich, da ich auch andere Termine hatte und das in meiner Privatzeit machen musste. L3T ist zwar ein schönes Projekt, aber es spielt für meine Arbeit keine wesentliche Rolle und eine Freistellung kriege ich dafür nicht.

Am Wochenende wurde das Kapitel dann auf Zitate und Gender geprüft und am Montag sollte ich noch die vertiefende Links in Diigo einpflegen. Das hab ich dann in der Mittagspause schnell gemacht 🙂 Über die Prozessmanagement-Plattform Trello war ich dabei stets auf dem laufenden und konnte mein Kapitel immer beobachten. Am Mittwoch wurde dann alles pünktlich per Live-Webkonferenz veröffentlicht. Mein Kapitel war eines der letzten, die fertig wurden. Das lag aber mehr an der Schlussreihenfolge, als an mir.

Die Autoren

Da kann ich gar nicht viel zu schreiben. Das Projekt L3T wurde von Martin Ebner und Sandra Schön organisiert und Martin war auch noch Autor meines Kapitels. Ich hatte am Anfang 5-7 Mails mit den beiden ausgetauscht, wobei es meist um die Autorenplattform ging und danach ging es noch zweimal um die Einhaltung der Termine. Da Martin aber unglaublich viel mit dem Projekt zu hatte, konnte er mit mir eigentlich gar nicht viel als Co-Autor diskutieren und ich hoffe, ich hab alles zu seiner Zufriedenheit geschrieben. Wir haben aber alle wesentlichen Punkte in zwei Skype Konferenzen geklärt. Ich denke auch, dass es daran liegt, dass wir sehr pragmatisch an die Sache gingen. Viel Diskussionen kann es bei dem Inhalt auch nicht geben. Es ging da nur um Fakten.

Die Motivation

Warum tut man sich das eigentlich in seiner Freizeit an? Das frage ich mich eigentlich jedesmal, wenn ich Nachts  (wie auch jetzt gerade) irgendwas ausarbeite. Vielleicht will man die Welt etwas besser machen, oder beweisen, dass man mit einer Theorie recht hat oder man will einfach berühmt sein und Anerkennung kriegen oder man ist einfach Idealist. Ich denke es ist die Mischung aus allem. Außerdem bin ich sehr beeindruckt, dass bei L3T einfach 260 Menschen virtuell oder auch in real-life zusammenkommen, um der Welt ein Buch zu schenken. Immerhin arbeite ich seit 12 Jahren im E-Learning Bereich und ich muss quasi jeden Tag Menschen überzeugen, dass es doch einfacher geht, mit dieser blöden Technik.

Und was passiert jetzt?

Das Projekt ist veröffentlicht. Man kann das Buch als PDF online anschauen oder runterladen. Alles ist umsonst. Später werden noch andere Versionen kommen u.a. HTML, ePub und ich werde auch noch eine LOOP Überführung, zumindest für mein Kapitel, machen. L3T hat eine schöne Visualisierung der Ergebnisse gemacht, u.a. eine Übersicht der Downloads.

L3T Downloads

L3T Downloads

Anscheinend ist mein Kapitel sehr beliebt, denn mit 186 Downloads von insgesamt 4444 ist es im Moment auf Platz 2 von 59 Kapiteln. Das ist natürlich auch der exklusiven Position im Inhaltsverzeichnis geschuldet 🙂

LOOP und L3T

Was mich sehr interessiert ist, was ist nachhaltiger Content? Wie man bei L3T, aber auch bei uns in der Virtuellen Fachhochschule und oncampus beobachten kann, der Content veraltet teilweise sehr schnell. Wie kann man das verhindern? L3T hat alle Autoren zu einem Massen-Event und dem Book-Sprint eingeladen. Das hat hier funktioniert. Was wäre aber, wenn die Kapitel im Netz editierbar wären? Würde es eine Community geben, die bestimmte Inhalte aktualisieren? Und falls ja, welche Inhalte? Werden nur Rechtschreibfehler korrigiert oder auch Seiten oder sogar ganze Kapitel? Das will ich mit einer LOOP-Version testen und Heiko Idensen wollte sein Kapitel „Vom Online-Skriptum zum E-Book“ dazu geben. Dazu in den nächsten Wochen mehr.

Fazit

Es war für mich sehr stressig, aber es hat Spaß gemacht. Ich denke, die Arbeit ist nicht umsonst. Immerhin habe ich jetzt schon 186 Downloads und es gibt nicht wenig Veranstaltungen, wo ich vor 10 Leuten gesprochen habe:-) das sollte aber nicht der Gradmesser sein. Ich denke immer, dass Bildung nicht in der Hochschule aufhört, sondern Inhalte allen zur Verfügung stehen sollten. Daher sind diese freien OER Projekte so wertvoll und sollte unterstützt und gepflegt werden. Sie können die Welt besser machen…

 

5 Wochen Moodle 2.3 – ein Rückblick

Am Samstag, den 21.Juli haben wir Moodle abgeschaltet um das System zu aktualisieren und seit Dienstag 24.Juli sind wir nun online. Was ist in den letzten Wochen passiert? Was ist gut gegangen und was war schlecht? Es wird Zeit für ein kleines Resümee und das ich erst heute dafür Zeit finde, zeigt schon, dass es zeitaufwendiger war, als zuerst gedacht.

Fangen wir erst einmal beim Grundsätzlichen an und zwar bei der ganz simplen Frage, warum haben wir das System überhaupt aktualisiert?

Das ist wirklich sehr einfach zu beantworten. Moodle 2 bietet zum einen sehr viele neue Funktionen, u.a. Responsive Design, Repository Support, neue Fragetypen und ein „besseres“ Datei-Handling und zum anderen läuft die Update-Phase (Security-Patches, Updates, etc.) für Moodle 1.9 aus. Da wir nur den August Zeit haben, um ein so aufwendiges Update zu machen, wäre der nächste Termin August 2013 gewesen, und das war definitiv zu spät.

Warum haben wir das Update gerade jetzt gemacht?

Wie eben schon geschrieben, konnten wir das Update nur in den großen Semesterferien im August machen. Trotzdem waren einige davon betroffen, die dann doch noch Praktika, Klausurvorbereitungen, Nachbearbeitungen machen mussten oder einfach nur die vorlesungsfreie Zeit nutzen wollten um aufzuräumen. Es gibt bei keinem technischen System den perfekten Zeitpunkt, irgendjemand ist immer betroffen oder fühlt sich nicht ausreichend informiert.

Was ist gut gelaufen?

Eine sehr schwierige Frage, denn was gut gelaufen ist, nimmt kaum jemand wahr. Was bestimmt positiv ist, dass die alten Kurse überhaupt da sind, mit den Forenbeiträgen, den News, Terminen und Dateien und den Lerninhalten. Dabei muss man aber auch gleich anmerken, da ist auch ne Menge schief gelaufen, denn viele Links aus Foren sind (noch) kaputt und bei den Einsendeaufgaben gab es auch sehr viele Probleme. Jemand, der nun seine Aufgaben vermisst, wird kaum glücklich darüber berichten, dass der alte Kurs überhaupt da ist, er will das alles perfekt ist. Ein sehr schwieriger Anspruch, an ein sehr komplexes System. Was auch sehr positiv war, dass der Zeitpunkt recht gut gewählt war. Wir hatten durch das Update Ende Juli, quasi den ganzen August Zeit, die gröbsten Probleme zu beheben. Dazu gab es noch jede Menge Personalengpässe, die wir auch auffangen mussten und ganz viele anderer Probleme, die wir nicht gesehen hatten. Das dritte Positive, war die Entscheidung direkt auf Moodle 2.3 zu gehen. da sich die Oberfläche stark geändert hat, u.a. sind Aktivitäten und Materialien nun zusammgefasst und es gibt nur noch einen Aufgabentyp.  Zum Schluß, war die Kommunikation noch einmal sehr positiv. Dank unseres Twitterchannels https://twitter.com/oncampusfhl haben sich viele gut informiert gefühlt, natürlich aber nicht alle. Manche  haben auch erst jetzt erkannt, wie nützlich Twitter sein kann, andere wollen lieber „sichere“ Plattformen haben und verweigern sich dem „bösen“ Internet. Definitiv waren die letzten Wochen bei uns viel zu stressig arbeitsintensiv, als dass wir Zeit hätten, lange E-Mails oder Blogberichte zu schreiben. Da ist Twitter sehr viel effektiver gewesen und für den Nutzer und ist Twitter auch „nur“ eine Internetseite.

Was ist schlecht gelaufen?

Nichts was wir erwartet hatten, wäre jetzt eine gute Antwort. Ich will sagen, dass wir eine Menge getestet hatten, aber dann doch vieles anders gelaufen ist, als wir erhofft hatten. Wir haben dabei mehrere große Probleme festgestellt, die wir nicht erwartet hatten. Zum einen sind alle(?) Links auf interne Dateien, die durch den WYSIWYG-Editor gesetzt waren, nun leider falsch. Manachmal wurde auch Dateien komplett im Editor eingebunden, d.h. diese Dateien sind auch verschwunden. Keiner von uns arbeitet so mit dem Editor, daher haben wir das gar nicht so direkt getestet. Dateien werden normalerweise über den Datei-Upload-Dialog verwaltet, aber es geht auch anders. Damit wären wir beim eigentlich größten Problem, der Komplexität. Ich hätte nie vermutet, wie komplex inzwischen Moodle und ganz besonders unsere Infrastruktur geworden ist. Wir haben inzwischen ca. 20 Projekte in acht Moodle-Systemen für fünf Partner mit zwei Verwaltungssystemen hier am laufen und das ist komplex. Da geht es um DNS-Settings, SSL-Zertifikate, Datenschutz, Rufüberwachung und Netzwerkmanagement. Das geht weiter über Modulverwaltung, Templates, Abrechnungen, Zeitplänen, Evaluation, Webkonferenzen und Stammdatenverwaltung und das ganze endet dann noch lange nicht bei Single-Sign-On, Schulungen, Responsive Design, VMware und HTML5. Ich will sagen, dass es wirklich komplex ist und wir entdecken hier jeden Tag ein neues kleines Problem, was wir meist schnell reparieren können, aber es hat trotzdem jemanden genervt.

Das zweite große Problem sind die Einsendeaufgaben. Die sind teilweise nicht korrekt übertragen worden. Das liegt oft am gleichen Problem, wie eben beschrieben, denn oft wurden Aufgaben als auch die Lösungen nicht als Dateien behandelt, sondern übern den WYSIWYG-Editor verwaltet und jetzt sind die Dateien falsch verknüpft. Bei allen neuen Kursen ist das natürlich kein Problem, aber manchmal wollen die Studierende die alten Aufgaben noch ansehen um sich auf die Klausur vorzubereiten und dann sind die PDFs weg. Ich denke auch, dass wir dieses Problem nicht automatisch reparieren können und daher noch ein großes Problem kriegen werden.

Das gleiche gilt für Links aus Foren, News und anderen Bereichen auf interne Inhalte. Da sich bei allen Moodle-Kursen die Cours-ID geändert hat, stimme diese Verweise nicht mehr. Die Dateien sind jedoch alle da. Wir versuchen diese internen Links zu reparieren, was noch ein etwas dauern könnte. Das ist auch die letzte große Baustelle, die wir offen haben.

Hätte man das nicht auch alles besser testen können?

Natürlich kann man das, aber es kommt immer auf die Mittel und die Zeit an, die man zur Verfügung hat. Hier arbeiten keine 50 IT-Profis, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche zur Verfügung stehen. Wir haben hier zwei Entwickler und eine Designerin, die eigentlich alles machen müssen und das unter den Bedingungen des öffentlichen Dienstes. Natürlich haben auch andere Abteilungen mitgeholfen, z.B. für die Administration, Schulung und der Koordination, aber das Kernteam ist klein. Dazu kommen dann noch andere Ereignisse, wie Elternzeit, Krankheit und Urlaub, die alles noch verzögern können. Wir haben sehr viel gearbeitet und das auch an den Wochenenden und wir haben auch unsere Urlaube verschoben und Überstunden gemacht, aber auch Gott hat es nicht geschafft, die Welt an nur einem Tag zu erschaffen und das mit der Moodle-Umstellung wird auch noch länger dauern. Am Ende sind wir definitiv alle schlauer, aber ob wir all diese Probleme vorher gewusst hätten, ist fraglich. Noch einmal gesagt, viele Probleme haben wir vorher gesehen und gelöst, aber die merkt der Anwender nicht. Man sieht nur das, was schiefgelaufen ist. Das ist halt so bei IT-Prozessen, leider.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben nun den Semesterstart gemacht (ja das normale Alltagsgeschäft ist auch noch da) und werden uns dann den vielen kleinen Problemen annehmen. Ich vermute, wir werden mit der Moodle-Umstellung noch bis Februar zu haben. Es werden noch viele Probleme auftauchen, von verschwundenen Dateien, über die Einsendeaufgaben, Schulungsbedarf, Fehlbedienungen usw. Ab März wird es dann normal werden, bis zum nächsten großen Update in ca. fünf Jahren.

FH Lübeck seit Mittwoch 19 Uhr auf Moodle 2.3

Gestern war das erste große Update auf Moodle 2.3 und es hat leider nicht reibungslos funktioniert. Was ist passiert?

Wir hatten uns eigentlich gut vorbereitet und auch alles getestet. Auf unseren Testinstallationen sind alle Skripte einwandfrei durchgelaufen und auch der Zeitrahmen war mit maximal 8 Stunden definiert gewesen. Wir haben jedoch mit mit weniger gerechnet bzw. gehofft. Das Update haben wir schon am Wochenende begonnen, als wir zum ersten mal alle Kurse kopiert hatten, was auch einwandfrei funktioniert hatte. Am Dienstag wollten wir dann nur die Kurse anfassen, die sich in den letzten zwei Tagen geändert hatten. Dafür hatten wir ein SYNC-Skript gebastelt, was uns dann 230 von 680 Kursen ausgegeben hatte. Das sparte uns 60 % der Arbeit und wir gingen zuversichtlich an die Arbeit. Leider hat das importieren der Kurse aber sehr viel länger gedauert, als erhofft. Hier hätten wir schon misstrauisch werden können, aber umfangreiche Server Arbeiten sind oft schwer zu schätzen. Wir haben dann gemerkt, dass der erste Zeitplan aus dem Ruder läuft und der Restore bis nach Mitternacht laufen wird.

Am nächsten morgen haben wir dann alle Kurse überprüft und gemerkt, dass 12 von 680 Probleme erzeugt haben. Warum es beim Testlauf geklappt hat, ist uns immer noch ein Rätsel. Wir haben dann viele Restarbeiten durchgeführt und sind um 12:30 Uhr online gegangen (geplant war 12 Uhr). Aber das System hat sich sofort aufgeschaukelt und ist in Überlast gegangen. Wir hatten zig httpd-Prozesse mit CPU Last von jeweils 30%, was nicht normal ist. Dann ging die Fehlersuche los und das optimieren, z.B. PHP-Cache, MySQL-optimize, RAM erhöhen, Configs überprüfen, CSS überprüft usw. Zum Schluss haben wir den gesamten Cluster verschoben, damit der Storage Zugriff schneller ist, was aber auch keine Besserung brachte. Jetzt haben wir nach dem berühmten Zitat von Sherlock Homes „Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“ gehandelt und den ganzen Server getauscht. Wir haben zwar keinen Fehler gefunden, aber irgendwo hatte der Linux Server ein merkwürdiges Eigenleben, was nicht erklärbar war. Das es am Server lag, war extrem unwahrscheinlich. Immerhin haben wir schon mehrere hundertmale Server geklont und so ein Verhalten war noch nie  (nein das stimmt nicht, ca. 4 Jahren ist es her) passiert. Eine Stunde später hatten wir einen neuen Klon aufgesetzt, das Moodle-Data Verzeichnis neu gemounted und den Datenbank-Dump eingespielt. Dann noch den DNS Eintrag neu geschrieben und das System war gegen 19 Uhr online .

Am nächsten Tag lief das System stabil und ohne Lastprobleme. Alle konnten arbeiten, was erstmal das wichtigste war. Im Laufe des Tages summierten sich mehrere kleine Baustellen. Bei einigen Kursen haben wir Probleme mit den Einsendeaufgaben, andere hatten Probleme mit Riesenkursen (teilweise mehrere Gigabyte groß) und das größte Problem war ein Designfehler mit alten Internet Explorer Versionen. Das meiste konnten wir am Donnerstag beheben aber bei zwölf Kursen sitzen wir immer noch dran.

Jetzt nach drei Tagen kann man rückblickend sagen, das wir insgesamt einfach Pech hatten. Wir haben das fehlerhafte System „Montagsserver“ getauft und überlegen, ob wir es von VMware untersuchen lassen. Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam noch Pech dazu 🙂 Ich fand es ziemlich gut, dass wir Mittwoch Nachmittag innerhalb von 60 Minuten ein neues leistungsstarkes System aufgesetzt bekommen haben und so schnell auf den Vorfall reagieren konnten. Jetzt läuft das System schon einige Tage problemfrei und wir haben keien Kritiken bekommen. Wir ITler sind ja meist schon glücklich, dass sich niemand beschwert. Lob kriegen wir fast nie zu hören…

Endergebnis Teacher of the Year 2011 plus Hintergrundinfos

Hurra – Wir haben jetzt auch einen Preis zu vergeben 🙂 Beim diesjährigen VFH Symposium dachten wir uns, es sollten „Best Practice“ Beispiele aus unserer Online-Lehre vorgestellt werden, aber wie macht man das? Wir können ja schlecht 600 Kurse anschauen und kompliziert bewerten, also lag es nahe, dass wir die Studierenden befragen. Das hört sich zuerst ganz einfach an, doch der Teufel steckt im Detail. Was wollen wir denn den Studenten fragen? Das beste Lehrmaterial, der beste Kurs oder der beste Dozent? Hat jeder Student eine Stimme, oder mehrere? Soll er nur die Kurse aus diesem Semester bewerten können oder auch die vom letzten Semester, manche Kurse werden ja nur halbjählich angeboten? Würde dann der Preis „Teacher Of The Semester“ heissen (das klingt wirklich nicht gut)? Man merkt schon, das Thema ist komplex, aber es wir noch besser bzw. komplexer. Wie sollen die Stimmen ausgewertet werden? Wenn jede Stimme das gleiche Gewicht hat, dann sind die Dozenten mit großen Kursen natürlich bevorzugt. Die Erstsemesterkurse haben oft 50 Teilnehmer und Masterkurse manchmal nur 8. Hat der Master Dozent zwei Stimmen, so hat er 25% der möglichen Stimmen bekommen, aber hat der Erstsemesterkurs 4 Stimmen, dann sind das doppelt soviel wie der Masterdozent, doch über 90% der Studis, fanden den Dozenten nicht gut. Also mussten wir uns mühsam (ich schreibe besser wissenschaftlich) eine Gewichtung ausdenken, die ein faires Ergebnis erwarten ließ. Unsere offizielle Formel lautet dann:

„Teacher of the Year“ = (Absolute Stimmenzahl für den Teacher / Anzahl durch den Teacher unterrichteter Studenten in den letzten beiden Semestern) * Faktor

Der Student hat dann auch die Möglichkeit bekommen nur seine Kurse zu bewerten, also keine Universal-Liste mit allen Dozenten (hey der Dozent vor 3 Jahren war richtig gut, der kriegt jetzt immer meine Stimme) und er konnte auch mehrere Dozenten wählen, falls er sich nicht auf einen Dozenten festlegen wollten. Jeder Dozent erscheint aber nur einmal auf der Abstimmungsliste, so haben Dozenten, die viel unterrichten keinen Vorteil. Wir dachten am Anfang nicht, das es so schwierig werden würde (langsam hab ich Respekt vor den Wahlsystemen, außer bei uns in Schleswig-Holstein).

Danach mussten wir das alles in Moodle umsetzen und auswerten. Wir waren dann gespannt auf die Ergebnisse und waren teilweise selber überrascht, was dabei herausgekommen ist. Es haben 597 Studierende „gewählt“ und 1005 Stimmen abgegeben, was vielleicht etwas wenig ist, aber trotzdem repräsentativ.  Als die Preisträger feststanden, wollten wir natürlich wissen, warum die Sieger auch so gut sind. Wir haben dann Interviews mit den Preisträgern gemacht (ganz einfach mit Connect und Camtasia) und diese dann auf YouTube veröffentlicht. Es soll nicht nur ein Preis verliehen werden, sondern wir wollen alle wissen, was in der Online-Lehre möglich ist und wie unterschiedlich sie eingesetzt wird. Parallel zu den Interviews gibt auch „virtuelle Pokale“, die jeder Preisträger in sein Moodle Profil kriegt, damit man auch als Student sehen kann, ob er von einem Preisträger unterrichtet wird. Ehre wem Ehre gebührt:-) Natürlich findet diese Offenheit nicht jeder gut, aber man kann es nicht allen recht machen. Ich bin schon gespannt auf die Kommentare, dennoch finde ich die Aktion sehr gut. Ich weiss nicht, ob sie jedem nützt, aber definitiv weiss ich, dass sie niemanden schadet.

Jetzt zu den Ergebnissen:

Platz 1 hat Andreas Wilkens vom Standort HS Emden/Leer belegt, den ich auch sehr schätze und denke das es verdient ist.

Platz 2 ging an Sebastian Purfürst von der FH Brandenburg

Platz 3 ging an den neuen Standort FH Kiel mit Prof. Andreas Thiemer

Die ersten Rückmeldungen waren übrigens durchweg positiv. Die Standorte und Dekanate haben sich alle gefreut und natürlich auch die Preisträger. Teilweise sollen noch einzelne Pressemitteilungen veröffentlicht werden und bei unserer 10 Jahres Feier in Berlin gibt es vielleicht noch ein Siegerfoto. Das macht Hoffnung auf das nächste Jahr und vielleicht hat der eine oder andere Dozent jetzt ein paar neue Ideen bekommen und setzt diese um. Wir sind gespannt auf das nächste Jahr und die Rückmeldungen von diesem Jahr.

Das war das 3.Connect Dach Usertreffen

Es hat geregnet in Lübeck. Sturm und Wasser peitschte gegen die Scheiben der Mediadocks, doch innen war es  warm und trocken an diesem regnerischem Maitag in Lübeck. Innen saßen 30 E-Learning Experten aus drei Nationen und hatten keinen Blick für den Museumshafen, wo die letzten Kutter vom 100 jährigen Passat-Jubiläum zurückkehrten um anzulegen. Sie saßen dort und diskutierten und erzählten ihre Erfahrungs- und Leidensberichte. Alle 30 einte das gleiche Schicksal. Sie alle sind Adobe Connect begegnet, der legendären Webkonferenz-Software aus dem Hause Adobe. Sie kamen aus allen Landen, von nah und fern, von Hochschulen, Universitäten und aus der Industrie.

Google Map Übersicht der Stendorte aller Teilnehmer

Teilnehmer 3.Connect DACH Usertreffen

In langen Gesprächen tauschten Sie sich aus, erzählten Berichte von Connect 7, von Version 8 und von Servicepacks. Einige berichteten von berühmten Taten, so wurde von medienkompetenten Englischlehrern berichtet, die Halligen mit Webkonferenzen unterrichteten und es gab sagenhafte Fabeln aus dem Schweizerland über Präsenzvorlesungen mit Connect-Unterstützung. Alle hörten gespannt zu, als Uni Bochum vom „Großen Potential“ berichtete und ein kleiner Mann reichte Speis und Trank. Zu später Stund wurde dann noch von XML und Captivate, von HTTP-Headern und SCORM berichtet und alle staunten und raunten ein großes „Aaaah“ und „Ooooh“ durch den Raum. Was war nicht alles möglich mit dieser Software. Dank API und Dokumentation konnten Schnittstellen, Statistiken und Flash-Extensions entwickelt werden und Präsenz- und Fernlehre verfeinert werden. Schier unglaubliche Lösungen boten sich dem neuen Hörer und manch einer träumte schon von der Abschaffung ganzer Audimaxe.

Montag, 16. Mai 2011

12:00 Uhr Begrüßung, Vorstellungsrunde, Berichte aus den Standorten (Nutzung, Probleme, Connect 8)
13:15 Uhr Kurze Pause
13:30 Uhr Jens Lemke
IQSH
Best Practise: Standardsicherung im Fremdsprachenunterricht – per Webteaching zum Abschluss! Praxisbericht : Zwei Jahre ergänzender Unterricht per Webkonferenz auf den norddeutschen Halligen.
14:00 Uhr Christel Pagel
FH Lübeck
Technisches Englisch im Online-Studium mit Hilfe von nicht moderierten Diskussionsräumen
14:30 Uhr Bernd Kurowski
IfV NRW
Virtuelle Diskussions- und Arbeitsräume im Verbundstudium – Einbindung, Einsatz und Erfahrung
15:00 Uhr Pause
15:30 Uhr Kathrin Braungardt
Uni Bochum
Großes Potential – noch zu wenig genutzt: Wie geht es weiter mit Adobe Connect an der Ruhr-Universität Bochum? Erfahrungen und Perspektiven.
16:00 Uhr Andreas Illi
oncampus FH Lübeck
Technik: Die REST-Schnittstelle von Adobe Connect als Zugangspunkt fürs Single-Sign-On und für die Auswertung einer Statistik. Erfahrungen, Probleme und Entwicklung – ein Erfahrungs- und Leidensbericht
16:30 Uhr Jana Mittag
oncampus FH Lübeck
Technik: Adobe Connect und Captivate – Entwicklung von Lerneinheiten und Tutorials und deren Einbettung in Adobe Connect als SCORM-Objekte
17:00 Uhr Abschluss Zusammenfassung
17:15 Uhr Ende
18:00 Uhr Stadtführung: Gänge und Höfe der Altstadtinsel
20:00 Uhr Abendessen in der Schiffergesellschaft (Selbstzahlung)


Dienstag 17. Mai 2011

9:30 Uhr Begrüßung Planung
9:40 Uhr Günther Krämer
Adobe
Adobe Connect Roadmap und SDK
Dauer 45 Min.
10:30 Uhr Diskussion
11:00 Uhr Pause
11:15 Uhr Nathalie Roth
Switch Schweiz
Vereinfachte Nutzung von SWITCHpoint Adobe Connect – Präsentation einer Projektidee der Hochschule für Technik & Wirtschaft Chur, Schweiz
11:45 Uhr Andreas Wilkens
FH Emden
Handzeichnungen online – Wie bringe ich Formeln und Skizzen online? Ein Überblick über Tablets, Stifte und Aufzeichnungstools
12:15 Uhr Ausklang: Zusammenfassung
13:00 Uhr Ende

Nach getaner Arbeit wurde gemeinsam die Hansestadt erkundigt. Der Himmel klarte auf und sogar die Sonne strahlte ein paar Minuten durch und erhellte die vielen Gänge und Höfe der Königin der Hanse. Viele Stunden irrten die E-Learning Experten durch das Wirrwarr des Gängeviertels, vorbei am Marzipan und der Marienkirche um dann in der  berühmten Schiffergesellschaft einzukehren. In einer Tafelrunde nahe des Kapitän-Tisches wurde gespeist und der Met gestemmt.  Geschichten  über Google, Facebook und Apple aber auch Datenschutz und Usability aus der Heimat machten die Runde und jede Hochschule hatte andere, aber dennoch gleiche Probleme.

Am folgenden Tage gingen die Berichte weiter und Probleme wurde niedergeschrieben. Connect konnte bei manchem keine Töne wiedergeben und die Aufzeichnungen waren „zerschossen“, Updates von 7.5 auf 8 machte Ärger  und so wurde beschlossen auf das ServicePack 1 für Connect 8 zu warten, bevor großes Unheil über die eigene Hochschule kommen könnte. Es gab jedoch mutige Connectler, die jetzt schon das Connect 8 erfolgreich einsetzten und von keinen Problemen berichteten. Das Bild war unklar, doch alle stimmten überein, dass Connect besser geworden ist.

Diese privilegierte Gemeinschaft wartete nun auf einen Boten, direkt von Adobe um geheime Informationen zur Roadmap, zu MobilConnect und neuen Versionen zu hören und die Gemeinschaft der Connectler wurde erhört. Direkt aus München wurde Connects Götterbote eingeflogen um zu berichten. Die Gemeinschaft lauschte seinen Worten anhörig und jeder durfte dann sein Leid schildern. Der Bote vernahm die Worte und versprach sie in das gelobte Entwicklerlabor in San Francisco zu tragen und die Gemeinschaft der Connectler bedankte sich. Die Rolle der Feature-Requests wurde niedergeschrieben und wird versendet – So sei es.

Gruppenfoto 3.Connect DACH Usertreffen in Lübeck

Gruppenfoto 3.Connect DACH Usertreffen in Lübeck

Am Ende bedankte sich die Gemeinschaft der Connectler bei dem kleinen Gastgeber und alle waren glücklich und zufrieden. Sogar der Himmel klarte auf und gab den blauen Himmel frei. So zogen alle Connectler nun wieder in ihre Heimat um dort wieder mit Akzeptanz und Usability zu kämpfen, aber jeder wusste nun, dass es auch den anderen so erging. Doch das kämpfen lohnt sich, denn viele haben nun von Berichten gehört und Bilder gesehen, von einer besseren Lehre und mehr Qualität und nun kämpfen sie wieder frohen Mutes gegen die Windmühlen der Verwaltung, der Curricula und dem Bologna-Prozess.

In einem Jahr wird sich diese kleine Heerschar wieder zusammenfinden und neue Berichte erzählen. Dann aber nicht im Norden an der rauen Ostsee, sondern man zieht gen Süden. Inmitten der Berge in der Alpenrepublik Schweiz wird der SWITCH aus Zürich der neue Gastgeber sein und alle freuen sich auf Bratwurst und Käse.

PS Ich bedanke mich hiermit bei allen Helfern, Rednern und Unterstützern für das 3.Connecttreffen und bitte alle Redner ihre Folien in den Kommentaren zu verlinken, falls sie irgendow in der Cloud liegen. Alle weitere Infos im Wiki oder im Forum .