EdChatDE Blogstöckchen Ist Geiz geil? – Kostenloskultur in der Bildung

Für den kommenden EdchatDE „Ist Geiz geil? – Kostenloskultur in der Bildung“ haben wir uns auch ein Blogstöckchen ausgedacht.

Aufgabe

Was waren die letzten 3 Bildungsressourcen (Materialien, Bücher, Kurse, Workshops, Konferenzen, Devices/Hardware…), die Du kostenlos bekommen und verwendet hast?

Schwierig zu sagen, neben den zig Informationsquellen aus G+, Facebook, Twitter, Blogs und Co, würde ich meinen beruflichen und privat nutzbaren Laptop nennen, die WordPress-Software dieses Blogs und das Barcamp Kiel (am kommenden Wochende).

Und was waren die letzten 3 Bildungsressources, für die Du (oder Dein/e Arbeitgeber/in) Geld ausgegeben hast?

Natürlich wieder mein Laptop, weil er ganz neu ist 🙂 Dann natürlich die Gebühren für meine Weiterbildung (ich sag nur Life Long Learning) und meine letzte Dienstreise zur eMOOC Konferenz in Mons.

Betrachte diese 6 Punkte und überlege, ob es für Dich einen Unterschied macht, ob Du für etwas im Bildungsbereich Geld investiert hast oder nicht.

Wenn man die Hardware einmal ausklammert, muss ich persönlich sagen, dass es keinen Unterschied macht. Alle Infos erhalte ich kostenlos und die meiste Software (Moodle, WordPress, YouTube, G+ und Co) kostet auch nichts. Selbst auf dem Apple MacBook brauch ich fast nur Chrome und GDrive und komme ohne MS Office aus. Als IT Leiter kann ich das sogar ergänzen, denn wir nutzen auch für unsere großen Systeme Linux, Moodle und Co und arbeiten schon an einer Exit Strategie für MS Office (was aber der Datenschutz noch verhindert).

Wann gibst Du für etwas Geld aus? Wann sind für Dich kostenlose Bildungressourcen die bessere Lösung?

Geld geb ich oft freiwillig aus, z.B. die re:publica App, Wikipedia Spende oder Crowdfunding (Schulbuch-o-mat oder Martin Lindners Buch Projekt). Für gute Software geb ich aber auch Geld aus, ist aber im Bildungsbereich eher selten z.B. Camtasia oder meine LieblingsApp für Präsentationen „Explain Everything“. Für Bücher geb ich nie Geld aus, da gibt es genug Tagungsbände und Bibliotheken. Freie Bildungsressourcen sind für mich immer besser, wenn ich sie öffentlich nutze, z.B. für meine Lehre, für Vorträge, für MOOCs oder Webseiten und Blogs. Also immer wenn ich öffentlich etwas mache, will ich freie Inhalte nutzen.

Hast Du selbst schon OER oder kostenpflichtige Lerninhalte ins Netz gestellt?

Ja und zwar sehr viele. Ich habe den gesamten YouTube Kanal von oncampus administriert und viele Videos als OER online gestellt. Die beiden MOOCs Projektmanagement und „Das digitale Ich„auf mooin sind CC-BY und ich habe auch zwei LOOPs, nämlich den Schulbuch-o-maten und „Computerarchitektur und Betriebsysteme“ aktiv gefördert. Inzwischen sind auch alle meine Vorträge und die Slides OER und bei L3T hab ich auch ein Kapitel geschrieben.

Wie funktioniert ein Blogstöckchen

Auf einem Blog (in diesem Fall ist das das von Anja Lorenz und Andreas Wittke) werden Fragen gestellt und mindestens 3 andere Blogger dazu aufgerufen, eine Antwort in ihren eigenen Blogs zu verfassen.

Die Nominierten überlegen, wie denn eine richtige Antwort für sie aussehen könnte, und schreiben die Antwort in ihren eigenen Blogs oder in den Kommentaren dieses Blogs. Dann nominieren sie wiederum mindestens 3 Blogger u.s.w. Weil der Mensch ein Deadline-getriebenes Wesen ist, gibt es hierfür eine Deadline: der 24.08.2015.
Die Initiatoren (das sind wieder wir) sammeln die Antworten zusammen, erstellen eine Übersicht und eine kleine Zusammenfassung. Bitte verlinkt also diesen Beitrag in Euerm Blogbeitrag, damit wir via Pingback informiert werden und/oder benachrichtigt uns via Twitter, G+, E-Mail, Telefon… (bitte kein Fax). Wir wollen das bis zum 25.08.2015 schaffen – das ist sportlich und das wissen wir. Aber wir tun es ja für eine gute Sache: den #EdchatDE zum Thema „Ist Geiz geil? – Kostenloskultur in der Bildung“.

Und nun zu meinen Nominierten:

  • Elke Lackner, weil sie schon beim HanseMOOC als Botschafterin so geglänzt hat und eine super engagierte Bloggerin ist
  • Oliver Tacke, weil er gerade ein Biker geworden ist und wir zusammenhalten müssen (so viele Biker gibt es nicht im Edu-Bereich)
  • Christian Spannagel, weil er auch nie Zeit hat und trotzdem fleissig Festival-Bändchen sammelt 🙂

Ich bin ein Ironblogger

Wie letzte Woche berichtet, war ich beim Barcamp Kiel in der Session „Bier und Blogs“.

Aus der Barcamp Session in Kiel

Aus der Barcamp Session „Bier und Blogs“ in Kiel

Thema war die Idee des Ironblogging oder auch geschrieben „Blogs und Bier, das lob ich mir“.

Das ist ganz kurz und schnell gesagt, eine kleine Motivationshilfe um das regelmäßige bloggen zu fördern. Man schliesst sich einfach einer Ironblogging Runde an und verpflichtet sich, mindestens einen Artikel pro Woche zu schreiben, sonst muss man 5 Euro in eine Bierkasse zahlen. Ist die Kasse voll, wird davon Bier gekauft und vernichtet;-)

Jetzt kann man natürlich lange darüber diskutieren, ob das die Qualität eines Blogs erhöht oder nur die Quantität. Ich halte von diesen Diskussionen nicht sehr viel, denn zum einen brauch ich persönlich immer einen gewissen Druck um mich überhaupt hinzusetzen und zu schreiben. Zum anderen, bin auch von der Idee überzeugt, denn durch das viele schreiben, erhöht sich automatisch die Qualität u.a. durch Erfahrung und durch Aufmerksamkeit und zu guter letzt, denkt man einfach mehr in Blogartikeln und sucht und findet auch Themen.

Dummerweise bin ich erstmal in der Kieler Ironblogging Runde gelandet. Die Session wurde vom Kieler Kaffeeringe-Blog gehalten und ich kenne keinen anderen Lübecker Blogs, daher kann ich hier keine Runde gründen. Für mich ist es erstmal ein test und anscheinend funktioniert es, denn ich sitze gerade nach dem Sonntagskrimi und blogge diesen Bericht. Die nächsten Themen habe ich auch schon, mal schauen, wie es weitergeht.