SSL-Zertifikat bei moodle.oncampus.de

Seit dieser Woche haben wir nun ein offizielles Zertifikat vom Trust Center für die Authentifizierung bei unserem Moodle System. Damit geht die Anmeldung nun auch mit dem Internet Explorer problemlos. Bei dem Firefox konnte man sehr einfach das Zertifikat abspeichern, der IE hat dort komplexere Einstellungen.

Es gibt auch Firewalls, die nicht offiziell bestätigte Zertifikate sperren, und daher konnten einige Studierende, nicht mehr auf den Lernraum zugreifen. Das ist nun vorbei.

Man erkennt die sichere Verbindung an der URL https://moodle.oncampus.de. Das https steht dabei für HyperText Transfer Protocol Secure und wird nur für die Anmeldung verwendet, damit Username und Passwort verschlüsselt übertragen werden.

Datenschutz und Sicherheit bei Moodle

Jetzt haben wir Moodle schon 3 Wochen am laufen und jeden Tag werden neue Wünsche geäußert, Bugs entdeckt oder Features vermisst. Ich bin gespannt, was passiert, wenn wir am 5.September die Kurse für Soft Skills Online freischalten. Immerhin haben wir dort über 600 Teilnehmer gewinnen können. Das wird der erste große Belastungstest werden und zwei Wochen später ist dann auch für die 1400 Online-Studierenden der Semesterstart.

Dank den Hinweisen im Blog konnten mussten wir schon erste Anpassungen an Moodle vornehmen. So ist es ab sofort möglich, in seinem Profil die Felder für Wohnort, Postleitzahl und Strasse selbst zu verändern. Default sind diese Felder jetzt leer bzw. bei MUSS-Feldern mit sinnlosen Werten gefüllt. Diese Änderung musste aus Datenschutzgründen gemacht werden. Das ist zum einen gut, da der Schutz unserer Privatsphäre oft unterschätzt wird, man beobachte da nur Diskussion über die Onlinedurchsuchung von unserem Innenminister Schäuble, der nicht mal weiss, über was er redet.

Es ist aber auch schlecht, da in einem geschlossenen unabhängigen System, wie einem Lernraum, dadurch die Community-Bildung leidet. Wer will schon gerne jemanden ansprechen, von dem er überhaupt nichts weiss. Das widerspricht dem Ansatz in Gruppen zu lernen. Speziell beim Online-Lernen, hilft jede zusätzliche Information, da man die anderen ja nicht von Angesicht zu Angesicht sehen kann. Mit diesen Zusatzinformationen können auch Lerngruppen und Fahrgemeinschaften besser gebildet und organisiert werden.

Es liegt jetzt aber bei jedem selbst, dieses zu wollen oder zu unterstützen, oder für sich alleine zu arbeiten.

Moodle Anleitungen und Dokumentationen

Nachdem Moodle jetzt schon eine Woche läuft und die erste Aufregung sich gelegt hat, nun ein paar Hinweise zu Dokumentationen und Anleitungen, um die folgenden Schritte zu erleichtern. Moodle ist sehr selbsterklärend und daher intuitiver zu bedienen, als Blackboard. Das bestätigen auch die ersten Rückmeldungen, die wir bekommen haben. Trotzdem haben wir ein paar Hinweise um das Moodle-Leben zu erleichtern.

Als erste Anlaufstelle sei die die offizielle Moodle Dokumentation auf Moodle.org erwähnt. Hier steht alles drin, was offiziell übersetzt worden ist. Leider weist die Dokumentation viele Lücken auf, aber sie ist von jeder Moodle-System-Seite direkt zu erreichen.

Dann gibt es eine eigene oncampus Anleitung, wo wir spezielle Schwerpunkte gesetzt haben, z.B. haben wir den E-Mail Block installiert, aber die freie Anmeldung deaktiviert. Was sind die Unterschiede zum Blackboard System usw. Es gibt zwei Anleitungen, die eine ist für Mentoren und die andere richtet sich an die Studierenden. Die Anleitungen kann man unter Manuals auch direkt aus Moodle aufrufen.

Als letzte multimediale Anleitung wollen wir noch ein Schulungsvideo zur Verfügung stellen. Video2Brain hat ein Moodle Schulungsvideo produziert, was man online anschauen kann. Leider gibt es noch technische Probleme beim Zugang, da wir einen Sammelaccount benötigen, aber Video2Brain nur Einzel-Accounts zur Zeit anbietet. Wir hoffen es klappt noch bis zum Semesterstart damit.

Wir sind Moodle

Heute wurde es vollbracht! Auf einmal war es da:-)

Das Moodle

Warum ging das plötzlich doch so schnell, fragen sich bestimmt einige?
Ganz einfach – wir haben am Freitag alle Fachbereichs- und Fachschaftskurse angelegt, und damit die funktionieren, müssen natürlich auch alle User angelegt werden. Heute morgen haben wir dann das Skript dafür gestartet, und nachdem wir auch den kleinen PHP-Memory-Fehler entdeckt hatten, konnten wir auch endlich alle Accounts einpflegen.

Der Mailserver musste dann nur schnell, knapp 2000 Mails verschicken und schon waren wir online. Jetzt waren alle User benachrichtigt und konnten schon mal das neue System ins Visier nehmen. Wurde auch gleich ausprobiert, aber noch fehlte ja das Salz in der Suppe, nämlich die Kurszugehörigkeit. Damit jetzt jeder auch seinen Fachbereichs- oder Fachschaftskurs testen kann, müssen nur noch ein paar Skripte laufen. Das dauert ungefähr noch zwei Stunden, und wenn dort keine Probleme auftauchen, haben wir den Hauptteil geschafft.

Endlich!

Dann hat das Ganze aber noch kein Ende, denn es gibt noch ne Menge Kleinigkeiten, z.B. die Studienkurse, die Weiterbildung, die Doku etc. aber es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Dann kann ich nur schreiben:
Vergesst Blackboard, nutzt Euer neues Moodle.

Über erste Eindrücke freuen wir uns natürlich.

Erste Infos zur Umstellung Blackboard zu Moodle

Also nach dem Auf und Ab der letzten 10 Tage, noch ein paar verbindliche erste Infos zur Moodle Installation bei oncampus. Der Hauptunterschied zu Blackboard wird jetzt sein, dass wir keine Gesamtkurse mehr haben werden. Es gibt nur noch Standortkurse bzw. einfach nur Kurse. Die Gesamtkurse wurden damals nur gebraucht, damit der Content nicht pro Standort separat verwaltet werden musste, sondern zentral in einem Kurs lag. Jetzt liegt der Content auch an einem zentralen Ort, aber nicht mehr im Lernraum, und die Kurse haben alle einen Link auf ihn. Das ist viel eleganter und durch geschickte Paramaterübergabe und Proxykonfiguration braucht der Anwender auch kein zweites Login und merkt davon nichts (in der Theorie:-)).

Die Fachschafts- und Fachbereichskurse sind auch ganz normale Kurse. Moodle bietet hier keine Unterscheidung, ist aber auch nicht erforderlich. Der einzige Unterschied ist hier das Default-Template.

Zum Template:
Einen Kurs legen wir ja nach einer Vorlage an. Das normale Template hat Default Blöcke (Teilnehmer, Mitteilungen, Online Aktivitäten und Neue Nachrichten) und Topics (News, Forum, Mentoren, Browsercheck (der ist jetzt in jedem Kurs extra aufgeführt), Kursplan und natürlich die Kurs-Materialien und evtl. Aufgaben). Für die Fachschaftskurse haben wir aber ein anderes Template und für viele Sonderfälle auch. Natürlich steht es jedem Mentor frei, seinen Kurs zu ändern. Das sind nur Empfehlungen, allerdings kann er die Standardblöcke nicht löschen.

Moodle hat jetzt ein eigenes oncampus Layout. Das ist nett, was aber sehr praktisch ist, dass wir endlich eine gute deutsche Sprachversion haben. Das war bei Blackboard 6.3 wirklich schlecht und sehr buggy gelöst und erst bei Blackboard 7 einsetzbar. Das hatten wir aber, dank der Moodle-Entscheidung nie installiert.

Awareness wird bei Moodle auch erheblich größer geschrieben. Man hat einen Überblick wer sich in das System eingeloggt hat, was in den Foren passiert ist und ob Nachrichten vorliegen. Leider ist der Chat sehr schwach, aber dazu in einem anderen Beitrag mal mehr.

Nachdem wir in den letzten Tagen wieder mal Bugs gefunden haben (keine Software ist fehlerfrei) hoffen wir natürlich, dass die Umstellung klappt. Moodle hat dabei den Vorteil, das man alle Fehler im Quellcode nachvollziehen kann, wenn man denn genug Ahnung hat:-) Das hilft ne Menge, aber die nächste Herausforderung steht dann schon an. Wir müssen natürlich unsere Anpassungen, Fehler und Erweiterungen der Community zur Verfügung stellen, und die müssen diese dann auch akzeptieren. Diese neue Workflows muss man erst noch lernen und verinnerlichen, aber das wird schon klappen.

Moodle wir kommen:-)

Zahlen zu Blackboard, Moodle und oncampus

So eine Umstellung kann einen schon zur Verzweiflung bringen, wenn die Software nicht das tut, was sie soll. Vor 2 Tagen haben wir gemerkt, dass das neue automatisierte Ablagesystem nicht die Performance hat, die wir brauchen. Der Grund liegt in der Struktur unseres Contents und in der Größe unserer Files. oncampus gilt nach einer EU-Studie als Mega Content Provider. Ich liebe diesen Ausdruck:-) Das bedeutet, wir haben extrem mehr Content, viel mehr Kurse und eine Megazahl an Kursbuchungen und dadurch auch ganz andere Workflows als „normale“ Universitäten. Das ist besonders wichtig, wenn andere über ihre Moodle Installation sprechen und behaupten es läuft alles einwandfrei, keine Performance- oder Speicherprobleme bekannt. Wir können den Lernraum nicht auf einem PC installieren und dann in 100 Kurse PDFs, Wordfiles und ein paar Videos spielen, das ist hier komplexer.

Das oncampus Kursangebot umfasst ca. 160 Kurse. Jeder dieser Kurse hat ungefähr 10 Lerneinheiten und jede Lerneinheit (Learning Object kurz LO) hat ca 30 Seiten, was einem Lernaufwand von 5 cps = 150 Stunden entspricht. Jede zweite Seite hat sogenannte Rich Media Elemente, z.B. Grafiken, Animationen, Roll-Over und Drag-and-Drop-Elemente oder Videos. Alles zusammen sind das ungefähr 40.000 Seiten mit 15.000 Illustrationen sowie 8.000 Multimediaobjekte. Das ergibt dann ca. 150 GB Content. Da wir ein Verbund von Hochschulen sind und jeden Kurs für jeden Standort anlegen müssen (z.B. 6mal Mathe 1), bedeutet das, wir müssen nicht 160 Kurse erschaffen sondern ca 450. Den Content wollen wir aber nicht 450mal hochladen, also muss dieser zentral abgelegt werden und jeder Kurs hat einen Link auf den Content. Damit aber jeder auf diesen zentralen Content zugreifen kann, brauchen wir eine sichere Autentifizierung und Autorisierung, da er nicht in Moodle liegt. Das ist einer der Hauptunterschiede unserer Infrastruktur, zu der anderer Institute.

Im alten Blackbaord System liegen übrigens momentan knapp 2000 Kurse und wir haben fast 4000 User dort drin. Da sind natürlich viele Leichen dabei, ist auch verständlich immerhin läuft das System schon einige Jahre mit der Datenbank. Im Zuge der Umstellung versuchen wir natürlich die Kurse mal neu aufzunehmen und zu erfassen. Datenbanken sind dabei immer nur so aktuell, wie sie von den Mitarbeitern auch gepflegt werden. Nächste Woche sollen dann alle Kurse angelegt werden. Ich hoffe es gibt dann nicht so viele Probleme wie letzte Woche.

First Screenshots von Moodle

Um die Vorfreude zu erhöhen hier schon mal eine kleine Vorschau, wie das künftige oncampus Moodle aussehen wird.

Wie man sehen kann, haben wir das Webseiten Layout als Schema verwendet. Sieht ganz nett aus und eine Login-Hilfe ist auch dabei plus Verweise auf das Blog und die Homepage.

Der Kurs sollte dann in etwa so aussehen:

Als Standard Blöcke sind Teilnehmer, Nachrichten, Mitteilungen und Aktivitäten als Default aktiviert. In der Mitte sind die Foren, der Chat, das Modul und der Browsercheck zu finden und unten die Aufgaben. Das Kurstemplate ist in Abstimmung mit den Online Beauftragten und den Mentoren entworfen worden. Wir hoffen es gefällt und stößt auf breite Zustimmung.

Natürlich kann jeder Mentor seinen Kurs selbst noch reichlich ausgestalten. Wir haben hier nur ein paar wenige Features integriert um allen einen möglichst hohen Freiheitsgrad zu ermöglichen. Moodle hat noch erheblich mehr Funktionen, aber am Anfang sollte man nicht übertreiben. Frei nach dem Motto: „Weniger ist oft mehr!“

Moodle Schulungen

Umso näher der Termin der Umstellung von Blackboard auf Moodle rückt, umso höher ist plötzlich der Bedarf an Schulungen. Wir haben rechtzeitig vor 2 Monaten die Schulungen angeboten aber die Nachfrage war damals nicht ganz so hoch. Das ist auch nachvollziehbar, da es mitten im Semester war und auch der Mensch dazu neigt alles auf den letzten Drücker zu erledigen:-)

Das Konzept der Schulungen sieht vor in erster Linie die Mentoren zu schulen und zwar in Berlin und Lübeck. Berlin ist als Hauptstadt am besten zu erreichen und in Lübeck sitzt oncampus. Die Mentoren müssen natürlich mehr Wissen haben, da sie auch mehr Rechte in Moodle haben werden. Sie können Foren einrichten, Chats führen, Announcements schreiben und können auch RSS, Wikis und Blogs einrichten. Wir hoffen, das diese Funktionen reichlich genutzt werden, aber das braucht meist auch eine grosse Erfahrung und geht nicht von heute auf morgen.

Ganz anders sieht es bei den Studierenden aus. Wir sind der Meinung, dass die meisten Studierenden erheblich höheres Wissen und Kompetenz im Umgang mit dem Lernraum haben. Zum einen kennen die meisten ja schon Blackboard sehr gut und zum anderen belegen Studierende meist 2-6 Kurse pro Semester aber ein Mentor unterrichtet nur 1-2 Kurse. Dazu kommt manchmal der Altersunterschied. Die jüngere Generation kommt oft mit den neuen Techniken einfach schneller und besser zurecht, aber das ist natürlich nicht immer so. Da Moodle auch in deutsch ist und imho eine erheblich bessere Ergonomie hat, wird die Einarbeitungszeit sicherlich nicht lang sein und alles neue macht ja auch Spass.

Nichtsdestotrotz sollten auch die Studierende die Chance haben, einen tieferen Einblick in Moodle zu erlangen. Zum einen gibt es zu Moodle jede Menge Infos im Netz, u.a. auf Moodle.org oder anderen Googlequellen. Wer Lust hat, kann sich ja auch selbst sein eigenes kleines Moodle kurz installieren. Desweiteren wollten wir Schulungsvideos anbieten. Das Video ist insgesamt 6 Stunden lang (2mal Ben Hur:-)) aber unterteilt in viele Teilabschnitte, mit 3-10 Min. Länge. Leider sind die Lizenzverhandlungen mal wieder schwierig und die Kostenfrage auch. Wenn ich dazu was neues weiss, werde ich das hier schnellstens bekanntgeben. Das Problem ist also bekannt und wir sind dran.

Zeitplan der Blackboard – Moodle Migration

Der Zeitplan einer solchen Umstellung ist natürlich enorm interessant und wichtig und hängt von vielen Faktoren ab. Nachdem im letzten Jahr beschlossen worden ist umzustellen, wurde viel bewegt. Die wichtigsten Punkte waren:

– Anbindung an oncampus-portal über die SOAP-Schnittstelle im Frühjahr

– Ausschreibung der neuen Hardware im Frühjahr (dies allein hat 3 Monate gedauert, da es sich um 2 völlig redundante Systeme auf VMware handelt und öffentlich ausgeschrieben werden musste(

– Pilotsysteme

– Erarbeitung der Rechte- und Rollen-Konzepte

– Kursstrukturen

– Contentablage

– Schulung der Mentoren an allen Standorten

Vor 3 Wochen ist nun die neue Hardware mit VMware geliefert und installiert worden. Alle Ausfallszenarien sind getestet worden. Das neue Moodle System läuft und wird gerade an das oncampus-portal angebunden, wenn diese und nächste Woche dann die Kursinhalte (immerhin 200 Gigabyte) ins System eingespielt sind und alles getestet ist, sollten am 6+7 August die Systeme gewechselt werden.

Ab 15.August beginnt dann offiziell das neue Semester. Jetzt sind Kursbelegungen möglich und die Verwaltung und Sekretariate tragen die Studierenden und Mentoren ein. Die Mentoren haben dann Zugriff auf die Kurse und können diese einrichten, z.B. Foren anlegen, Homebereich gestalten, alle Termine in den Kalender eintragen etc.

Ab 15.September beginnt dann das Semester und alle Studierende haben Zugriff auf Ihre Kurse. Manachmal werden je nach Bedarf noch Kurse gemischt, aber der Studienbetrieb läuft.

Was bedeutet das?

Ab Sonntag 5.August werden keine neuen Accounts oder Kurse mehr im alten Blackboard System angelegt werden, sondern es wird nur noch in Moodle gearbeitet.

Blackboard wird aber NICHT abgeschaltet. Es läuft noch bis zum 30.November 2007 weiter und jeder kann mit seinem alten Login auf seine alten Kurse zugreifen. Ab dem 1.Dezember müssen wir aber das System aus Lizenzgründen abschalten. Die alten Daten noch ein weiteres Jahr zu behalten, ist wegen den Lizenzkosten nicht sinnvoll. Wer auf alte Daten zugreifen will, muss also per Hand für sich selbst sichern. Die Lerninhalte werden aber alle im neuen Moodle-System liegen. Es geht hier also nur um Announcements, Discussion Board Einträge, Chatlogs etc.

Eine Überführung aller alten Kurse (immerhin knapp 2.000 Stück) war zu aufwendig. Es gibt keine funktionierenden Tools und eine Eigenentwicklung wäre zu aufwendig bzw. zu teuer gewesen. Da bei oncampus jedes Semester eh alle Kurse neu angelegt werden, hätte sich dieser Aufwand auch nicht gelohnt. So haben wir ein sauberes neues System, ohne Altlasten.

Warum hat das mit Moodle so lange gedauert?

Das ist eine Frage die ich oft gehört habe, vor allem von Studierenden. Die meisten Anwender vergessen bei der Aussage oft das es mehr als nur ihre Sicht auf den Lernraum gibt. Der Lernraum ist nur ein kleiner Teil einer komplexen Infrastruktur. Bei oncampus sieht dies ungefähr so aus.

Das Studentenverwaltungssystem oncampus-portal greift auf verschiedene Lernräume zu und managed die Accounts, die Rollen, die Studienprogramme und erstellt vor allem die Abrechnungen für die Studienprogramme, die Weiterbildungskurse, die Masterkurse oder jetzt für Soft Skills Online. Content wird separat mit oncampus-factory erstellt und die Kommunikation soll in Zukunft auch extern erfolgen (Adobe Connect ehemals Breeze ist da in der Diskussion). All diese Systeme arbeiten mit verschiedenen Schnittstellen zusammen. Daher ist es enorm wichtig, dass der Lernraum diese auch anbietet. Das war und ist bei Moodle, aufgrund der monolithischen Struktur und nicht der modernen Service Oriented Architecture, immer noch ein Schwachpunkt und vor der Version 1.6 war es gar nicht möglich, mit Moodle in komplexen Netzwerken zu arbeiten.

Die Version 1.6 ist ja erst Mitte 2006 erschienen und da hat oncampus auch gleich einen Piloten evaluiert. Mit den Ergebnissen wurde im November 2006 beschlossen Blackboard abzulösen. Danach wurde neue Hardware ausgeschrieben, die SOAP-Schnittstelle von Moodle selbst entwickelt und alle Rechte und Kurse überprüft und angepasst um zu gewährleisten, das die bisherigen Modelle auch übernommen werden können, z.B. Mischkurse (wenn Kurse aus Berlin und Brandenburg und Lübeck zusammengelegt werden).

Danach wurde ein Schulungskonzept ausgearbeitet und jetzt wird alles auf 1.8+ angepasst. Das ist meiner Meinung nach wirklich schnell. Andere Universitäten rechnen hier mit 2 Jahren, wir wollen es in 8 Monaten schaffen. Daher hoffen wir das alles gut klappt, aber noch ein Semester zu warten ging wegen den jährlichen Lizenzkosten von Blackboard nicht.