YouTube und der Algorithmus des Urheberrechts

YouTube perfektioniert das Urheberrecht durch Algorithmen. Automatisch werden neue Videos nach geschützten Inhalten, wie Musik oder Ausschnitten gescannt und ausgewertet. Wollen wir das so und was werden dann die nächsten Schritte sein?

tl;dr

Ich bin ein sehr großer YouTube Fan. Das war schon immer so und es wird immer „schlimmer“. Durch die API können wir sogar Quizzes direkt in die Videos schalten, wie wir das bei mooin sehr innovativ und erfolgreich mittels Capira machen.

Wir können Videos monetarisieren, haben Untertitel, es gibt Diskussionsforen, erhalten Statistiken und technisch ist YouTube die beste Plattform der Welt. Die Videos laufen auf jedem Gerät und jedem Browser und für jedes Mobil Device gibt es eine App. Nicht umsonst spricht man seit einem Jahr auch in Deutschland von YouTubern und zeichnet sie inzwischen mit Preisen aus.

YouTube hat eine automatische Musikerkennung

Wir haben mit dem gemeinsamen YouTube-Kanal der FH Lübeck und von oncampus einen der größten Channels aller deutschen Hochschulen. Vor ca. drei Jahren habe ich einen Clip eines Fachbereiches hochgeladen.

Die Hintergrundmusik ist dabei lizenziert worden und ich bekam damals von YouTube einen Hinweis, dass es sich hier um Copyright-Problem handelt. Ich musste die Rechnung per Dialog (sehr nutzerfreundlich automatisiert) an YouTube schicken, damit das Video endgültig online gehen konnte. Ich meine, ich hatte eine großzügige Frist bekommen. Das Video konnte gleich online gehen und der Beweis wurde später nachgeliefert. Ob dies heute noch so ist, weiss ich nicht. Das ganze lief ohne Probleme ab.

Das war die erste Erfahrung mit der automatisierten Copyright-Erkennung und ich war wirklich positiv überrascht. Alles ging sehr schnell, alle Dialoge waren nutzerfreundlich und Google konnte automatisch Musik erkennen. Warum auch nicht, Shazam und Co können das auch und die Songs müssen nur in Datenbanken hinterlegt sein. Warum allerdings heute immer noch Musikvideos ohne Copyright-Probleme hochgeladen werden können, erschließt sich mir nicht. Es ist müsste doch sehr einfach sein, komplette Musikverzeichnisse zu hinterlegen, aber das wird vielleicht noch kommen.

YouTube hat inzwischen auch eine automatische Bilderkennung

Letzte Woche dann die neueste Erfahrung. Wir wollten ein Video einer Webkonferenz hochladen. In der Webkonferenz wurde ein 40 Sekunden Ausschnitt eines YouTube-Stars in einem kleineren Fenster gezeigt. Nach dem Upload hat YouTube sofort eine Meldung angezeigt, das meine Webkonferenz-Aufzeichnung Fremd-Content beinhaltet. Es wurde mir die genauen Sekunden-Angaben angezeigt und der Rechteinhaber genannt, aber auch vorbildlich darauf hingewiesen, dass ich diese Inhalte nutzen könne, jedoch wird jetzt Werbung geschaltet, deren Einnahmen an den Rechteinhaber fliessen. Ich habe aber die Möglichkeit Einspruch zu erheben.

YouTube Copyright Hinweis plus Einspruch-Option

YouTube Copyright Hinweis plus Einspruch-Option

So weit, so gut. Technisch ist die Lösung brillant. Immerhin wurde der Fremd-Content nur in einem Teilbereich gezeigt und dann auch nur 40 Sekunden und die Meldung kam sofort nach dem Upload. Es stellen sich jedoch viele Fragen, die YouTube per Algorithmus versucht möglichst einfach zu beantworten. Könnte der Ausschnitt auch unter das Zitat-Recht fallen? Falls nicht, wie will man denn z.B. Filmszenen oder Musikvideos besprechen, wenn man diese nicht darstellen darf? Was passiert, wenn ich mehrere Ausschnitte in meiner Aufzeichnung nutze? Wer kriegt dann das Geld der Anzeigeneinnahmen? Ich darf das Video auch nicht unter einer freien OER Lizenz veröffentlichen, obwohl ich wahrscheinlich der geistige Urheber bin. Warum gilt das Urheberrecht nur für den Ausschnitt, aber nicht z.B. für den Pullover von Adidas, den ich im Video anhabe oder für das Bild im Hintergrund?

Natürlich kann man das nicht per Algorithmus entscheiden, denn die geistige Schöpfungshöhe ist immer eine Einzelentscheidung. YouTube bietet hier zusätzlich eine manuelle Einspruchsmöglichkeit an, was sehr vorbildlich ist, aber auch sehr aufwendig.

Und was mit dem Remix?

Ich kann es nur vermuten, doch meiner Meinung nach, bleibt der Remix hier liegen bzw, verschwindet in der Unsicherheit des Rechtssystems. Niemand würde sich trauen, Einspruch zu erheben und auf das Zitat-Recht verweisen? Selbst ich habe das Video sofort gelöscht bzw. hätte den Teil rausgeschnitten, denn wir wollten ein OER-Video haben. Das Urheberrecht ist komplex und YouTube versucht es bestmöglichst umzusetzen. Man merkt jedoch überall, dass dies kaum geht und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wenn man erstmal anfängt weiter zu denken.

Und wie könnte die Zukunft aussehen?

Wenn YouTube schon Musik und Teilinhalte automatisch scannen und zuordnen kann, was dürfte denn dann als nächstes kommen? Wird YouTube die oberste Copyright Instanz und der Algorithmus Richter und Henker in einer Person? Wie sieht es mit dem Persönlichkeitsrecht aus? Wenn ich bei einem Video Einspruch erhoben haben, filtert YouTube dann alle Videos mit mir aus? Oder wird YouTube alle Videos mit mir demnächst anzeigen können. Das wird umso interessanter, wenn sich 4k Videos durchsetzen und man auf jedes Gesicht zoomen kann. Gelten Persönlichkeitsrechte auch auf hochauflösenden Aufnahmen?

Dabei werden Facebook und Google natürlich eine Vorreiterrolle einnehmen. Schon heute kann man auf beiden Portalen Menschen zuordnen und Google will seinen Fotodienst dementsprechend weiter ausbauen. Der Gesetzgeber muss versuchen ein Spagat zwischen Urheberrecht und Remix zu schaffen, was bisher eine Katastrophe war. Ich frage mich dabei auch, ob man da überhaupt mit Kompromissen arbeiten kann. Alle bisherigen Lösungen, sind viel zu komplex und arbeitsintensiv, als dass man sie anwenden könnte. Hier freuen sich nur Anwälte.

Resumé

Was YouTube macht, ist auf den ersten Blick unheimlich und man fühlt sich entmachtet. Auf den zweiten Blick bringt er jedoch Klarheit in ein undurchschaubares System, und höchstwahrscheinlich werden die Urheber mehr geschützt, als die Remixer gefördert. Mich erinnert das Vorgehen jedoch an einen Überwachungsapparat. Im Auto will ich doch auch keinen Computer haben, der nach GPS meine Höchstgeschwindigkeit nach der erlaubten Geschwindigkeit regelt. Ist das der erste Schritt zur Allmacht des Codes? Der erste Terminator, der unser Leben bestimmt? Ich habe ihn, in einer anderen Gestalt erwartet 🙂

5 1/2 Jahre Webkonferenzen – eine Erfolgsgeschichte

Schon lange nicht mehr über Adobe Connect und meine Statistiken gebloggt. Ich liebe Webkonferenzen und denke nach wie vor, dass die Nutzung von Connect sich proportional zur Qualität der digitalen Lehre verhält. Natürlich werden jetzt wieder einige rufen „Nein das kann man so nicht sagen. Es kommt auf den Inhalt an und das didaktische Konzept. Eine Webkonferenz darf nicht aus sich selbst heraus stattfinden.“ Dabei frage ich mich dann immer, wer darauf kommt, dass man das überhaupt macht und falls es so ist, wieso wird diese Frage nicht bei Präsenzvorlesungen gestellt 🙂

Connect ist eine ständige Weiterentwicklung mit vielen vielen kleinen Schritten und es war ein langer Prozess, um da zu stehen, wo wir jetzt sind. Über fünf Jahre ist der Start jetzt her und naiv wie wir waren, dachten wir bei der Einführung des Systems, dass wir nur Schulungen anbieten müssten, damit die Profs das System nutzen. Zwei Jahre später haben wir dann gemerkt, dass kein Mensch Connect freiwillig nutzt und vor allem kommen keine Profs zu Schulungen. Wir haben dann aufgegeben Profs zu schulen und parallel angefangen die Erstis zu schulen. Die Idee kam sogar von einem anderen Standort (ich glaube Emden war es) und ich habe das dann später Grassroot-Effekt genannt. Der Erfolg war ganz klar zu sehen und es war der erste kleine Schritt zum Erfolg (neben dieser Statistik um überhaupt Kennzahlen zu haben, damit man erkennt, dass etwas schief läuft).

Adobe Connect Nutzungsstatistik

Adobe Connect Nutzungsstatistik

Ein Jahr später haben wir die Trainingsräume eingeführt, d.h. jeder Moodle Kurs hat zwei Connect-Räume. In einem hat der Dozent die Rechte als Veranstalter und in dem anderen sind alle Moderatoren. Ich persönlich hätte nie gedacht, dass diese sogenannten Trainingsräume je genutzt werden, aber da hatte ich mächtig unrecht. Insgesamt machen diese Trainingsräume ca. 20% des Gesamt-Traffics aus und ich habe bis heute nicht verstanden, wofür die überhaupt genutzt werden. Meine Vermutung ist immer noch, dass etliche Profs ihre Vorlesungen lieber dort machen, da sie zu dumm sind, die Rechte manuell zu vergeben. Ich hoffe ich habe unrecht und daher will ich das auch gar nicht wissen. Die Wahrheit kann manchmal bitter sein.

Wir haben dann langsam begriffen, dass man Nutzern größtmögliche Rechte einräumen muss, damit sie Systeme überhaupt nutzen. Zuerst alles freigeben und dann evtl. sukzessive sperren. Alle anderen Hochschulen, die ich kenne, machen es immer noch andersrum und wundern sich über fehlende Akzeptanz. Dabei muss man sich nur einmal selbst beobachten. Niemand testet eine Funktion ein zweites mal, wenn beim ersten mal eine Meldung kommt: „Sie haben keine Rechte für diese Funktion.“. Das ist aber noch schwer, wenn man mit Externen redet. Immer erst mal alles verbieten und wenn man 10 Nutzer hat, gleich über Geschäftsmodelle nachdenken, anstatt sich über neue Nutzer zu freuen.

Als letzte Stufe haben wir dann bei den neuen Kursen für den BWL-Master und die neuen Kurse aus dem LINAVO-Projekt Webkonferenzen als Pflichtteil eines Kurses im didaktischen Konzept festgelegt. Wenn man dies bei der Einführung schon als Fakt festlegt und nicht zur Diskussion stellt, gibt es später erstaunlicherweise ganz wenig Diskussion über die Nutzung. Eine der ganz vielen Erfahrungen aus fünf Jahren Webkonferenz-Nutzung und der simplen Erkenntnis: „Kommunikation kann nicht schlecht sein. Denn jede Kommunikation ist besser als gar keine zu haben.“ Inzwischen haben unsere neuen  Kurse alle eine ähnliche Entwicklungsrichtung. Sie alle haben immer weniger Präsenzanteil, teilweise sogar Null, wenn die Prüfungsform keine Klausur ist. Andersrum steigt die Webkonferenznutzung enorm. Wir haben Studienprogramme, wo Studierende monatlich knapp 20 Stunden durchschnittlich Connect nutzen. Ich habe dabei immer mehr das Gefühl, dass die Zukunft des E-Learning in einer nicht geahnten Radikalität der Digitalisierung liegt. Selbst wir gehen dabei noch nicht weit genug und ich sehe auch die MOOCs als eine Bestätigung dieser extremen Form. Diese halbherzigen Lösungen, z.B. das Blended Learning kann  nur eine Fortführung alter Ansätze sein. Etwas Neues wird hier nicht enstehen. Aber haben wir nicht jetzt die Möglichkeit etwas Neues zu schaffen und wir schauen eigentlich immer nach hinten, um nicht alle zu verlieren. Man braucht diese Abwärtskompatibilität, denn zu viel Veränderung überfordert den Anwender. Dabei wird meist nur ein Anwender überfordert und das ist der Dozent.

Rückblickend muss ich sagen, dass Connect mich immer noch erstaunt und ich mächtig Stolz auf die Wachstumskurve bin. Wir haben natürlich auch unglaublich viele Probleme, die ich jetzt aber nicht berichten will:-) Ich freue mich über die durchbrochene Schallmauer von 10.000 Nutzungsstunden und wir planen jetzt schon die nächsten Schritte. Eine neue Evaluation, das Update auf Connect 9.4 und natürlich die Einbindung in unsere MOOC-Plattform MOOIN. Letzte Woche haben wir eine  neue Statistik entwickelt, die uns endlich die größten Aufzeichnungen ausgibt, mit erstaunlichen Ergebnissen. Hätte man je geahnt, dass jemand Connect-Sessions hat, die 1,6 GB groß sind? Das sind locker 5-6 Stunden Nonstop Connect und das kommt nicht nur einmal vor. Leider denken viele, dass Speicherplatz nichts kostet, stimmt aber nicht bei einer Hochschule. Das gilt eher für Google, Microsoft und Co. Unsere Festplatten kosten richtig Geld.

 

Moodle Theme VFH nun auch für Moodle 2.3.1

Heute wurde das neue VFH-Theme für Moodle 2.3.1 fertig und gleich auf dem Schulungssystem installiert. Dabei haben wir auch gleich das System auf die Version 2.3.1 aktualisiert (man achte auf die dritte Stelle). Die ersten Tests waren fast erfolgreich, aber wir haben ein Problem beim „Next Generation“ Forum entdeckt. Mal schauen, ob wir es morgen gelöst kriegen.

Hier sieht man sehr anschaulich den neuen „Material oder Aktivität hinzufügen“-Dialog. Im Hintergrund das neue VFH Design, was der neuen Webseite der Virtuellen Fachhochschule entnommen ist.

Mit der Migration sind wir am Wochenende ein gutes Stück vorwärts gekommen. Die Schnittstelle zum Portal wurde weiter optimiert und alle 9 Kernfunktionen laufen, aber es kommen doch jeden Tag neue Kleinigkeiten dazu. Das erste kopieren aller Kurse wurde auch erfolgreich durchgeführt. Das hat über 36 Stunden gedauert. Wir gehen davon aus, dass sich die alten Kurse bis zur Migration nicht ändern werden, dadurch sparen wir uns am Tag der Umstellung ca. 80 % der Gesamtdaten. Wir überprüfen die Aktualität aller Kurse mit einem „DIV“-Befehl, damit uns keine Änderungen entfallen. Am Donnerstag soll dann das erste Moodle mit Connect, Evaluation und Portal umgestellt werden, was aber nur unsere Weiterbildungsprogramme betrifft.

 

Moodle 2 – Schulungsmaterial

In unserem Schulungskurs stellen wir Ihnen jetzt verschiedene Schulungsmaterialien zu der allgemeinen Nutzung von Moodle sowie zu den Neuerungen von Moodle 2.x zur Verfügung. Innerhalb des Kurses gibt es außerdem einen Bereich „Spielwiese“ – hier kann nach Belieben ausprobiert werden.
URL:     schulung.oncampus.de
Login:     teacher – teacher oder student – student

Das Kursforum wird durch den Supportdienst von oncampus betreut, so dass dieses für Fragen genutzt werden kann. Wenn Bedarf besteht, kommen wir gerne an Ihren Standort oder laden Sie nach Lübeck ein. Darüber hinaus bieten wir Ihnen flexible, ortsunabhängige Online-Schulungen in unserem virtuellen Konferenzraum Adobe Connect.  Um den Bedarf zu ermitteln und entsprechende Schulungsangebote zu planen, sind wir auf Rückmeldungen von Ihnen, den Meldepersonen und Tutoren angewiesen.
Kontakt: support@oncampus.de

Viele Grüße
Ihr oncampus-Team

Connect Extensions damit man nicht vor leeren Räumen warten muss

Wen hat es schon immer gestört, dass er stundenlang den Connect-Raum aktiv beobachten musste und niemand kam herein. Diese Zeiten sind schon lange vorbei, denn es gibt eine Türklingel. Bei den Connect Extensions einfach die Doorbell als swf-Datei runterladen und dann im Freigabe-Pod als Dokument einstellen und freigeben. Jetzt kann der Connect-Raum im Hintergrund laufen und es gibt mittels „Notify on entry“ ein Glockensignal bei Eintritt einer neuen Person, was aber auch manuell ausgelöst werden kann. Jetzt kann man z.B. ganz einfach die Lautsprecher anschalten und nebenbei bügeln oder Kuchen backen, bis die Glocke läutet. Aber denkt bitte daran, das Bügeleisen auszuschalten 😉

Das war das 3.Connect Dach Usertreffen

Es hat geregnet in Lübeck. Sturm und Wasser peitschte gegen die Scheiben der Mediadocks, doch innen war es  warm und trocken an diesem regnerischem Maitag in Lübeck. Innen saßen 30 E-Learning Experten aus drei Nationen und hatten keinen Blick für den Museumshafen, wo die letzten Kutter vom 100 jährigen Passat-Jubiläum zurückkehrten um anzulegen. Sie saßen dort und diskutierten und erzählten ihre Erfahrungs- und Leidensberichte. Alle 30 einte das gleiche Schicksal. Sie alle sind Adobe Connect begegnet, der legendären Webkonferenz-Software aus dem Hause Adobe. Sie kamen aus allen Landen, von nah und fern, von Hochschulen, Universitäten und aus der Industrie.

Google Map Übersicht der Stendorte aller Teilnehmer

Teilnehmer 3.Connect DACH Usertreffen

In langen Gesprächen tauschten Sie sich aus, erzählten Berichte von Connect 7, von Version 8 und von Servicepacks. Einige berichteten von berühmten Taten, so wurde von medienkompetenten Englischlehrern berichtet, die Halligen mit Webkonferenzen unterrichteten und es gab sagenhafte Fabeln aus dem Schweizerland über Präsenzvorlesungen mit Connect-Unterstützung. Alle hörten gespannt zu, als Uni Bochum vom „Großen Potential“ berichtete und ein kleiner Mann reichte Speis und Trank. Zu später Stund wurde dann noch von XML und Captivate, von HTTP-Headern und SCORM berichtet und alle staunten und raunten ein großes „Aaaah“ und „Ooooh“ durch den Raum. Was war nicht alles möglich mit dieser Software. Dank API und Dokumentation konnten Schnittstellen, Statistiken und Flash-Extensions entwickelt werden und Präsenz- und Fernlehre verfeinert werden. Schier unglaubliche Lösungen boten sich dem neuen Hörer und manch einer träumte schon von der Abschaffung ganzer Audimaxe.

Montag, 16. Mai 2011

12:00 Uhr Begrüßung, Vorstellungsrunde, Berichte aus den Standorten (Nutzung, Probleme, Connect 8)
13:15 Uhr Kurze Pause
13:30 Uhr Jens Lemke
IQSH
Best Practise: Standardsicherung im Fremdsprachenunterricht – per Webteaching zum Abschluss! Praxisbericht : Zwei Jahre ergänzender Unterricht per Webkonferenz auf den norddeutschen Halligen.
14:00 Uhr Christel Pagel
FH Lübeck
Technisches Englisch im Online-Studium mit Hilfe von nicht moderierten Diskussionsräumen
14:30 Uhr Bernd Kurowski
IfV NRW
Virtuelle Diskussions- und Arbeitsräume im Verbundstudium – Einbindung, Einsatz und Erfahrung
15:00 Uhr Pause
15:30 Uhr Kathrin Braungardt
Uni Bochum
Großes Potential – noch zu wenig genutzt: Wie geht es weiter mit Adobe Connect an der Ruhr-Universität Bochum? Erfahrungen und Perspektiven.
16:00 Uhr Andreas Illi
oncampus FH Lübeck
Technik: Die REST-Schnittstelle von Adobe Connect als Zugangspunkt fürs Single-Sign-On und für die Auswertung einer Statistik. Erfahrungen, Probleme und Entwicklung – ein Erfahrungs- und Leidensbericht
16:30 Uhr Jana Mittag
oncampus FH Lübeck
Technik: Adobe Connect und Captivate – Entwicklung von Lerneinheiten und Tutorials und deren Einbettung in Adobe Connect als SCORM-Objekte
17:00 Uhr Abschluss Zusammenfassung
17:15 Uhr Ende
18:00 Uhr Stadtführung: Gänge und Höfe der Altstadtinsel
20:00 Uhr Abendessen in der Schiffergesellschaft (Selbstzahlung)


Dienstag 17. Mai 2011

9:30 Uhr Begrüßung Planung
9:40 Uhr Günther Krämer
Adobe
Adobe Connect Roadmap und SDK
Dauer 45 Min.
10:30 Uhr Diskussion
11:00 Uhr Pause
11:15 Uhr Nathalie Roth
Switch Schweiz
Vereinfachte Nutzung von SWITCHpoint Adobe Connect – Präsentation einer Projektidee der Hochschule für Technik & Wirtschaft Chur, Schweiz
11:45 Uhr Andreas Wilkens
FH Emden
Handzeichnungen online – Wie bringe ich Formeln und Skizzen online? Ein Überblick über Tablets, Stifte und Aufzeichnungstools
12:15 Uhr Ausklang: Zusammenfassung
13:00 Uhr Ende

Nach getaner Arbeit wurde gemeinsam die Hansestadt erkundigt. Der Himmel klarte auf und sogar die Sonne strahlte ein paar Minuten durch und erhellte die vielen Gänge und Höfe der Königin der Hanse. Viele Stunden irrten die E-Learning Experten durch das Wirrwarr des Gängeviertels, vorbei am Marzipan und der Marienkirche um dann in der  berühmten Schiffergesellschaft einzukehren. In einer Tafelrunde nahe des Kapitän-Tisches wurde gespeist und der Met gestemmt.  Geschichten  über Google, Facebook und Apple aber auch Datenschutz und Usability aus der Heimat machten die Runde und jede Hochschule hatte andere, aber dennoch gleiche Probleme.

Am folgenden Tage gingen die Berichte weiter und Probleme wurde niedergeschrieben. Connect konnte bei manchem keine Töne wiedergeben und die Aufzeichnungen waren „zerschossen“, Updates von 7.5 auf 8 machte Ärger  und so wurde beschlossen auf das ServicePack 1 für Connect 8 zu warten, bevor großes Unheil über die eigene Hochschule kommen könnte. Es gab jedoch mutige Connectler, die jetzt schon das Connect 8 erfolgreich einsetzten und von keinen Problemen berichteten. Das Bild war unklar, doch alle stimmten überein, dass Connect besser geworden ist.

Diese privilegierte Gemeinschaft wartete nun auf einen Boten, direkt von Adobe um geheime Informationen zur Roadmap, zu MobilConnect und neuen Versionen zu hören und die Gemeinschaft der Connectler wurde erhört. Direkt aus München wurde Connects Götterbote eingeflogen um zu berichten. Die Gemeinschaft lauschte seinen Worten anhörig und jeder durfte dann sein Leid schildern. Der Bote vernahm die Worte und versprach sie in das gelobte Entwicklerlabor in San Francisco zu tragen und die Gemeinschaft der Connectler bedankte sich. Die Rolle der Feature-Requests wurde niedergeschrieben und wird versendet – So sei es.

Gruppenfoto 3.Connect DACH Usertreffen in Lübeck

Gruppenfoto 3.Connect DACH Usertreffen in Lübeck

Am Ende bedankte sich die Gemeinschaft der Connectler bei dem kleinen Gastgeber und alle waren glücklich und zufrieden. Sogar der Himmel klarte auf und gab den blauen Himmel frei. So zogen alle Connectler nun wieder in ihre Heimat um dort wieder mit Akzeptanz und Usability zu kämpfen, aber jeder wusste nun, dass es auch den anderen so erging. Doch das kämpfen lohnt sich, denn viele haben nun von Berichten gehört und Bilder gesehen, von einer besseren Lehre und mehr Qualität und nun kämpfen sie wieder frohen Mutes gegen die Windmühlen der Verwaltung, der Curricula und dem Bologna-Prozess.

In einem Jahr wird sich diese kleine Heerschar wieder zusammenfinden und neue Berichte erzählen. Dann aber nicht im Norden an der rauen Ostsee, sondern man zieht gen Süden. Inmitten der Berge in der Alpenrepublik Schweiz wird der SWITCH aus Zürich der neue Gastgeber sein und alle freuen sich auf Bratwurst und Käse.

PS Ich bedanke mich hiermit bei allen Helfern, Rednern und Unterstützern für das 3.Connecttreffen und bitte alle Redner ihre Folien in den Kommentaren zu verlinken, falls sie irgendow in der Cloud liegen. Alle weitere Infos im Wiki oder im Forum .

Adobe Connect Usertreffen in Lübeck am 16/17.Mai

Es ist mal wieder soweit und das jährliche Adobe Connect DACH Usertreffen findet nun zum dritten mal statt. Nach Bochum und Freiburg ist diesmal unser Lübeck, die Stadt der Wissenschaft 2012, der Gastgeber. Das Treffen findet am 16/17.Mai in den Mediadocks in der Innenstadt statt im wunderschönen Charles & Ray Eames Room über den Dächern von Lübeck. Wir fangen Montag Mittags an, damit alle ruhig anreisen können, und werden dann bis Dienstag Mittag uns austauschen. Angesprochen sind nicht nur Connect Nutzer, sondern auch Interessierte, die mal reinschnuppern wollen. Es geht um Erfahrungsaustausch, Technik und Administration und vor allem ums kennenlernen.

Die Agenda steht soweit fest und in den nächsten Tagen folgt noch ein Zeitplan. Da es einen großen Bedarf an Technik gab, wird es dazu auch einen kleinen Schwerpunkt geben. Ich sehe da vor allem die API und die Captivate Integration und SCORM, aber wir werden das erst beim Treffen genau spezifizieren. Das gesamte Treffen wird eher informell ablaufen, d.h. wir entscheiden spontan was gemacht wird. Die Agenda gibt nur eine grobe Struktur vor doch die Präsentatoren brauchen eine Zeitlinie.  Alle Neuigkeiten gibt es diesmal per Twitter. Hashtag ist #connectDACH.

Die Connect Treffen leben von der kleinen Gemeinschaft und geben daher viel Raum für Spontanität. Ich hoffe dies wird auch in Lübeck genutzt. Meist sind sehr gute E-Learning Experten vor Ort, diesmal u.a. aus Wien, Hagen, Freiburg und der Schweiz, die alle über eine große Erfahrung verfügen. Die maximale Anzahl ist diesmal wegen der Räumlichkeiten auf 30 begrenzt und die Anmeldung ist noch bis 6.Mai offen.

Da Lübeck eine wunderschöne Stadt ist, kann ich jedem nur empfehlen etwas Zeit mitzubringen. Wer es noch nicht kennt, kann schon zum Wochenende anreisen. Wir haben daher die Konferenz auch auf den Montag gelegt. Am Montag biete ich noch eine kleine Stadtführung an und Abends geht es dann noch in die Schiffergesellschaft.

Also wer Interesse hat, sollte sich schnell anmelden und ich hoffe auf eine hochwertige Konferenz.

Offizielle Connect DACH Webkonferenz

Als aktives Mitglied der deutschsprachigen Connect DACH Gruppe wollte ich hier einmal Werbung für unsere nächste Webkonferenz machen. Die Connect DACH Gruppe vereint alle deutschsprachigen Hochschulen, die Adobe Connect für Forschung und Lehre einsetzen und versucht einen Erfahrungsaustausch zu organisieren und tritt gegenüber Adobe als starker Ansprechpartner auf. Bisher gab es zwei User-Treffen in Bochum und Freiburg und für nächstes Jahr ist Lübeck Gastgeber.

Wir wollen uns online unter http://connect.oncampus.de/support treffen um uns wiederzusehen oder endlich einmal kennenzulernen. Ich hab mit Unterstützung eine vorläufige Agenda für ein Online Meeting entworfen. Folgende Topics wollen wir in einer 60 Minuten Webkonferenz vorstellen und besprechen:

– Begrüßung und Neues aus den Hochschulen 10 Min. (Wittke, FH Lübeck und Gäste)

– Umfrage zu Connect RUB (Braungardt, RUB)  10 Min.

– Statistik-Funktion (Wittke, FH Lübeck)  10 Min.

– Rückmeldung „Freiburger Liste“ (Hermann, Adobe) 10 Min.

– Connect Version 8 (Hermann, Adobe) 10 Min.

– Fragen und offene Diskussion

– Thema nächste Webkonferenz (externe Gäste)

– nächstes Usermeeting in Lübeck

Um den passenden Termin zu finden haben wir uns schon auf Dienstag, den 26.10.2010 festgelegt und jetzt brauchen wir noch die passende Uhrzeit. Bitte abstimmen unter:

http://doodle.com/hittfpqqbgvs7pfs

Es sind alle Interessierten eingeladen einmal online reinzuschaun und ich bin selbt sehr neugierig auf Connect 8, was Ende des Jahres veröffentlicht wird und wir natürlich erst nach dem Erscheinen des ersten ServicePacks installieren werden.

 

Wartungswoche vorbei – ein Rückblick

Letzte Woche war unsere große Wartungswoche an den Systemen. Wir haben zweimal im Jahr die Möglichkeit eine Wartungswoche zu machen. Der beste Augenblick dafür sind natürlich die Semesterferien, jedoch ist die Zeitspanne im Februar inzwischen so klein geworden, dass wir dort kaum noch Zeit kriegen ohne irgendjemanden zu beeinträchtigen. Im August sieht dies anders aus, daher versuchen wir dort mehr Arbeiten einzuplanen, was auch diesmal geklappt hat. Hier eine Zusammenfassung der Arbeiten:

  • Wir haben die VMware auf Version 4 aktualisiert. Das allein hat  schon über 80 Arbeitsstunden gedauert. Die VMware umfasst bei uns 5 Hardware Server und auf den Servern laufen über 70 virtuelle Maschinen, u.a. Moodle, Connect, Portal, der Webauftritt und interne Datenbanken. Die Anzahl hört sich zuerst viel an, aber 70 Maschinen kommen schnell zusammen. So hat das Produktiv-Moodle-System schon alleine 3 Hauptsysteme (Moodle, MySQL, Content-Repository), die dann noch einmal mehrere einzelne Cluster seien können. Jedes System brauchen wir 2-3 mal, für Produktiv, Staging und Entwicklung und da sind dann schnell 70 Maschinen zusammen.
  • Wir haben die interne Verkabelung der Switches zwischen den Serverstandorten der VMware-Maschinen neu konfiguriert, so dass jetzt auch alle Switches redundant sind. Jetzt könnte auch ein Switch ohne Probleme ausfallen (was aber bisher noch nicht vorkam und auch nicht vorkommen soll).
  • Moodle wurd auf Version 1.99 aktualisiert. Das hatte reine Stabilitäts- und Sicherheitsgründe. Im Herbst erscheint Moodle 2.0, aber wir werden definitiv das erste ServicePack abwarten bis wir aktualisieren. Ich gehe da von August 2011 aus, denn vorher wäre es nur im Februar möglich und da ist die Zeitspanne wahrscheinlich zu kurz und Moodle 2.0 noch nicht stabil genug. Unsere bewährte Strategie ist wie immer „Stabilität geht vor Features„.
  • In vielen Modulen, die mit dem lübecker oncampus-factory Prozess produziert wurden, kann man jetzt die Feedbacks aktiv im Kurs sehen. Das ist für die Studierende die größe Änderung.

    Wer sich also immer gefragt hat, wo die Noten am Ende eines Learning Objects gelandet sind, der weiss es jetzt. Die Noten und die Kommentare werden übrigens anonymisert (wenn kein Name angegeben wird) von allen Standorten gesammelt und dort dargestellt. Die Note soll sich daher auf den Content beziehen und nicht auf den Dozenten bzw. auf die Vorlesung. Mir ist das immer klar gewesen, aber nach Durchsicht vieler Kommentare gehe ich davon aus, dass es dem Studierenden nicht klar ist. Wir hoffen durch die zusätzliche Transparenz der Noten im Moodle-System die Akzeptanz dieser Bewertung zu fördern. Mal schaun, ob dies gelingt.

Die anderen Arbeiten an den Systemen hab ich zum größten Teil hier schon beschrieben (Adobe Connect Update, Internet BackUp-Leitung, etc.). Obwohl wir eine Woche straight an den Systemen gearbeitet haben, waren die Ausfallzeiten extrem kurz. Ich denke Moodle war insgesamt 15 Minuten down und das nicht einmal an einem Stück, bei Connect und dem Portal hatten wir gar keine Ausfallzeiten. Rückblickend war die Wartungswoche zwar anstrengend und zeitintensiv, aber es gab erstaunlich wenig Probleme. Alles war gut vorbereitet, man merkt inzwischen die jahrelange Erfahrung in den Teams und das alle großen Probleme irgendwie schon einmal gelöst wurden.

Neue Connect Statistik – mehr Nutzer mit noch mehr Nutzung

Das Semester neigt sich dem Ende und dank unserer neuen Statistik-Schnittstelle für Adobe Connect können wir inzwischen einige interessante Aussagen zur Nutzung von Adobe Connect treffen. Wir haben Adobe Connect im Herbst 2007 evaluiert und dann im Wintersemester 08/09 in Moodle der VFH integriert. Dieses erste Semester kann man jedoch als Pilotprojekt sehen und hat statistisch keine Aussagekraft, daher werten wir erst die Zahlen ab Sommersemester 2009 aus. Das bedeutet wir können inzwischen 3 Semester vergleichen, was die Schwankungen zwischen Sommer- und Wintersemester etwas ausgleicht.

Die blauen Linien zeigen die Nutzungsstunden aller Nutzer in einem Monat und die roten Linien die Anzahl der „Unique Users“ pro Monat. Die gestrichelten Linien stellen den linearen Trendwert dar und das schöne dabei ist, dieser steigt stetig an.

Die Nutzung steigt schneller als die Nutzerzahl. Diese Aussage ist sehr erfreulich. Vermutlich haben viele Nutzer Probleme oder Scheu vor der Erstbenutzung, haben sie das System jedoch einmal kennen- und schätzengelernt, dann wird es auch öfters eingesetzt.

Wir wissen aus Erfahrung, dass es bei der ersten Benutzung von Adobe Connect viele Probleme geben kann. Viele Nutzer haben noch nie ein Headset oder eine Webcam an ihren PC angeschlossen bzw. aktiv benutzt. Laptops bzw. Netbooks mit eingebauten Webcams sind noch nicht so stark verbreitet. Doch dies ändert sich inzwischen, und viele Anwender nutzen inzwischen Skype, Teamspeak oder ähnliche Tools um auch privat synchron kommunizieren zu können. Im Supportwiki von oncampus sind auch viele Tipps zu Adobe Connect, was jedoch kaum einer liest 🙁

Da die Nutzung des Systems erfreulich ansteigt (wir haben mit 10%-15% gerechnet, es sind jedoch 25%-40%), kann man definitiv von einem Erfolg sprechen. Es gibt einen Bedarf für Audio- und Videokonferenzen und wir haben rechtzeitig dieses neue System angeschafft und integriert. Wir werden gespannt die weitere Entwicklung beobachten und nach dem geglückten Update, sind auch etliche technische Probleme behoben worden.