Wir sind Facebook

Wir haben es geschafft und oncampus hat jetzt eine Facebook Gruppe. Natürlich haben wir den genialen “I like” – Button auf unsere Homepage gesetzt und jeder oncampus Fan, kann sich dort outen. Facebook ist das mit Abstand beliebteste Socialnetwork und hat inzwischen mehr als 500 Mio. Nutzer und jede Organisation versucht inzwischen dort präsent zu sein, mehr oder weniger erfolgreich. Wir werden dort Informationen einstellen, die auch auf unsere Webseite, dem Newsletter, im Blog oder auf YouTube zu finden sind.

Womit wir auch gleich bei den Problemen sind, denn Facebook ist gar nicht so easy und usable, wie ich immer gedacht habe. Bisher war ich von Facebook immer begeistert, denn alles ging einfach und schnell; Pinnwand Einträge, Videos verlinken, Bilder hochladen etc. Selbst die Einbindung von meinem Picasa Album, war wirklich einfach und schnell und hat mir eine Menge Arbeit erspart. Doch das Profil einer Organisation sieht nicht nur anders aus, auch die Interfaces zu den Diensten sind schwer zu konfigurieren bzw. funktionieren gar nicht.

Was mir als erstes aufgefallen ist, dass es bei einem Firmenprofil kein richtiges Profil gibt. Das bedeutet man darf sich kein Profil anlegen, mit Namen und Vornamen und Bild. Will man jedoch eine sprechende URL haben, z.B. www.facebook.de/oncampus dann geht dies (meines Wissens nach) nur über ein Profil. Allerdings kann man in einem Organsisationsprofil, ein ganz normales privates Profil anlegen und ohne Vorwarnung, wird das Organisationsprofil in ein privates Profil umgewandelt. Nun sieht man alle Dialoge nicht mehr und der Homebutton geht auf eine andere Startseite etc. Zuerst dachten wir, wir hätten das Pofil gelöscht, war aber nicht so. Es war jetzt nur in einem Untermenü versteckt und den Unterschied zwischen Organisationsprofil und privatem Profil hab ich bisher auch nicht verstanden.

Auch das einbinden des YouTube-Channels war nicht trivial. Bei YouTube gibt es einen Menüpunkt, wo man sein Facebook-Profil einbinden kann. Nach dem aktivieren hatte ich nun ein Synchronisationstatus, der nicht aufgehört hat zu “pendeln”. Zwei Tage später hatte ich dann ein YouTube-App bei Facebook gefunden. Die Facebook-App-Seite läßt sich übrigens nicht aus dem Firmenprofil aufrufen. Dort konnte ich mein YouTube-Account aktivieren. Erst als ich dies also auch auf der Facebook-Seite gemacht habe, hat sich der Status synchronisiert. Allerdings sehe ich meine YouTube Videos nicht bei Facebook und auch Bewertungen und Kommentare der Videos erscheinen nicht bei Facebook. Was mit neuen Videos ist, weiss ich noch nicht. Mein bisheriger Eindruck der Schnittstelle ist jedoch eher abschreckend.

Beim Einbinden des Blogs sah es genauso aus. Hier gab es eine WordPress-App bei Facebook, die ich auch nur schwer gefunden habe. Nach dem aktivieren ist zwar ein Facebook-Menü erschienen, aber die Funktionalität habe ich nicht erkannt. Was nun mit den Blogbeiträgen passiert ist mir ein Rätsel.

Zusammengefasst muss ich sagen, dass das Zusammenspiel der tollen Web 2.0 Dienste, wie Facebook, WordPress und YouTube immer lobend erwähnt werden, jedoch der Teufel im Detail steckt. Die Wirklichkeit schaut doch anders aus und bei meinen ganzen Versuchen hab ich eigentlich immer mehr Probleme gefunden, als Lösungen. So hat Facebook eigentlich keine guten Supportseiten und Sicherheitshinweise vor Fehlbedienungen, wie bei Windows üblich, gibt es bei Facebook gar nicht. Dabei habe ich vorher immer gelesen, dass gerade die Schnittstellen bei Facebook so vorbildlich sein sollen. Das kann ich jetzt weder bestätigen noch verneinen, jedoch sind die Anpassungen für WordPress und YouTube mangelhaft.

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