Wo soll ich bloggen? WordPress, Twoday oder doch bei Google?

Ich denke zu diesem Thema haben schon tausende Blogger was geschrieben und jeden Tag ändert sich irgendwo irgendein Feature und wenn man dann umzieht, hat man irgendwelche technischen Probleme (Wie kriege ich meine Inhalte exportiert? Wie erhalte ich mein Datum? Warum sind meine Unterkategorien nicht mehr da? etc.)

Ich bin mit b2evolution gestartet, bin dann zu WordPress gewechselt und habe mir für meinen Medienkompetenzkurs noch einmal twoday und blogger.com intensiv angeschaut. Ich favorisiere ganz eindeutig inzwischen WordPress. Die Usability ist sehr gut und man hat wirklich alle Features, die zum Start eines guten Blogs notwendig sind. Bei WordPress stellt sich immer die Frage selbst hosten oder bei WordPress.com hosten lassen. Ich bin zwar Techniker und war viele Jahre Administrator, aber inzwischen hab ich einfach keine Lust mehr, immer wieder Updates einzuspielen und an irgendwelchen Plugins zu basteln, damit irgendein Tool läuft. Ich nutze die Zeit lieber zum bloggen und verzichte auf einige Erweiterungen. So finde ich weder ein Twitter noch ein Picasa Plugin bei WordPress.com (für Wordpess gibt es die schon), aber ich denke in 1-3 Monaten sind die da.

Im momentanen Medienkompetenzkurs hatten die Kursteilnehmer die Wahl, entweder Twoday oder WordPress. Die Begründung von katrinis onlinewelt will ich hier gerne (mit Erlaubnis) zitieren:

“Wie bereits angemerkt gefällt mir der Menü-Aufbau bei twoday nicht besonders, aufgrund seiner Unübersichtlichkeit. Ich habe mich als User sehr schnell hier verloren. Es hat mir zudem große Probleme bereitet zwischen dem Backend (Administrations-Fläche) und dem Frontend (was der Besucher meines Blogs sieht) einen Überblick zu behalten. Was mich vor allem stört, dass man auf dem Frontend mit den verschiedenen Menüs nahezu zugeschüttet wird. Zudem muss ich sagen, dass ich hier besser durchgeblickt habe, als im eigentlichen Backend, wo ich meine Inhalte schließlich bearbeiten möchte. Des Weiteren habe ich oft klicken müssen, um den eigentlichen von mir gewünschten Bearbeitungspunkt zu kommen. Die Backend-Oberfläche “Weblog verwalten” erscheint auf den ersten Blick als wirklich gut. Klickt man hingegen auf einen beliebigen Menüpunkt, um in zu bearbeiten, wir man nahezu überschüttet. Ich habe ehrlich gesagt große Schwierigkeiten nachzuvollziehen, was ich wie machen muss, damit es auf meiner Seite angezeigt wird. Es gibt zudem meiner Meinung einfach zu viele Funktionalitäten sei es auf die Layout-Gestaltung bezogen oder auch in der Modul-Verwaltung. Ich habe schnell den Überblick verloren und damit auch schnell die Lust mit twoday zu arbeiten. Auch die Unterteilungen selbst in den einzelnen Punkten (z.B. Sidebar Module und Extension Module, und darin weitere Unterteilungen) waren meiner Meinung nicht gut verständlich, und brachten mich schließlich dazu wordpress.com genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit wordpress.com hatte ich zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten. Hier gibt es eine einfache und klar verständliche Menüführung. Nach einem “Rundgang” durch das Backend weiß man genau wohin man klicken muss, und die jeweilige Anwendung zu finden. An dieser Stelle möchte ich auch anmerken, dass das bei twoday nicht Fall war. Bei jedem Einloggen musste ich mich immer wieder aufs Neue im Menü orientieren, und kann auch dann nicht immer zum Erfolg. Was mir besonders gefällt ist das “Hin- und Her-Schwitchen” zwischen Frontend und Backend. Mit nur einem Klick kommt man dahin, wo man hin will. Im Backend über das Klicken auf den Buttom “Startseite” und im Frontend auf “My Dashboard”. Aber auch über den Buttom “My Account” kann man den richtigen Bereich schnell finden. Und “New Post” ermöglicht sofort einen neuen Beitrag anzulegen. Ich denke es wird klar, was mich an worpress überzeugt hat: die tolle Übersichtlichkeit und die sehr hohe Benutzerfreundlichkeit. Im Gegensatz zu twoday gibt es hier im Backend nur wenige Menüpunkte, die klar geordnet sind und die genau das beinhalten, was der User sucht. Vor allem der Bereich “Darstellung” hat mich überzeugt. Hierin findet man den Punkt “Widgets” (vergleichbar mit den Modulen bei twoday). Die Anordnung der einzelnen Funktionalitäten ist hier klar und deutlich und leicht verständlich. Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Statistiken, die Blogger immer darüber auf dem Laufenden halten, wie sein Blog angenommen wird.”

Ich als “erfahrener” Internet- und IT-User hatte natürlich keine der Schwierigkeiten, aber alle Kursteilnehmer fanden die Navigation bei Twoday schwierig. Hier sieht man auch die enorme Bedeutung von Usability, die Informatiker meist unterschätzen. Der Erfolg einer Software setzt sich nicht nur aus Features zusammen.

  1. WordPress ist das Beste was es an Blogs gibt, also jetzt von der technischen Seite her. Und noch besser ist es, wenn man ein selbstgehostetes WP hat. Denn nur dann ist man wirklich frei und kann an allen Registern “ziehen”. Die andere Seite ist dann natürlich, daß man sich um alles selber kümmern muß !
    Ich bin nach einigen Umwegen zu WordPress gekommen und will nix anderes mehr !
    Aber ich bin nicht einseitig und so habe ich auch verschieden Blogsysteme getestet. So unter anderen auch “Twoday”. Und meine erster Eindruck war wie auch oben im Beitrag geschildert.
    Ich bin dort “rumgelaufen” wie in einem Irrgarten… 😯
    Aber… nach einiger Zeit entpuppte sich das als garnicht mehr so schwierig und schien nur einer eigenartigen Logik folgend.
    Wenn man die Zeit und die Lust hat, sich damit einzuarbeiten ist DAS bestimmt auch kein schlechtes System !
    Wie überhaupt jedes System seine Eigenarten hat, Vorteile und Nachteile. Und so ganz frei ist auch WP nicht von “unlogischen” Bedienungen…
    Aber in der Summe bleibt WordPress immer noch die Nummer 1

  2. Noch bin ich bei twoday – seit Herbst 2005. Aber nur noch, bis ich die Umzugsprobleme Richtung WP gelöst habe.

    Und seit meinem Einstieg bei twoday ist das Teil im Grunde stehen geblieben – kaum neue Features oder deutliche Verbesserungen, häufig (aus meiner Sicht) Flickwerk, damit es überhaupt läuft.

    Die verwirrende Navigationsstruktur ist mir auch nach über 3 Jahren nicht in Hirn und Hand übergegangen, ganz im Gegensatz zu meinem Mac. Danke für diesen Bericht, der mich darin bestätigt, wie krude twoday im Vergleich zu WordPress immer noch ist.

    Auf meiner lokalen Festplatte habe ich gegenwärtig WP 2.7.1 im Testlauf, und seit meinem letzten Versuch mit WP 2.6 hat es sich vor allem für den Admin deutlichst verbessert. 🙂

    Immerhin konnte ich schon mal die schlimmsten Export-Sünden von twoday im Trial&Error-Verfahren ausmerzen, was ich auch in meinen Blog vorgestellt habe. Wird ja noch mehr wie mich geben, denen die “Schmerzen” langsam zuviel werden. 😉

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