Second Life – nur ein Hype?

In letzter Zeit gibt es fast keinen Tag mehr, wo keine Meldung über Second Life durch die Medienszene geistert. Der Spiegel hat gleich mächtig zugeschlagen und berichtet fast täglich von Avatar Sponto. Die Bildzeitung hat ne eigene Ausgabe und jetzt kommt auch die EU auf die Idee dort eine Niederlassung zu eröffnen.

Was der Nutzen von Second Life ist, hat sich mir noch nicht erschlossen. Sims waren ja ganz nett aber warum ich in Second Life meine Zeit verbringen soll, weiss ich nicht. Einen Mehrwert zu einer Breeze-Konferenz sehe ich nicht, einen Lernraum zu ersetzen kann es auch nicht sein. dann ist da noch die technische Hürde. Unsere Studierenden haben ja schon Probleme mit einem Headset und Firefox, aber denen auch noch das zweite Leben zu erklären…nein da ist eine zu grosse Zumutung.

Die Teilnehmerzahlen sagen aber was anderes, aber das muss man mal relativieren. 3 Mio. Teilnehmer sollen jetzt dort sein. Wie viele Leichen dabei sind, lassen wir mal dahingestellt aber es gibt genug Communities in der Welt wo mehr los ist, z.B. World of Warcraft mit 8,5 Mio. Teilnehmern. Skype oder ICQ haben auch mehrere Millionen Benutzer und es wird nicht oder nur selten darüber berichtet.

Was lernen wir daraus? Anscheinend hat Second Life den Zeitgeist getroffen, da es für viele interessant ist und für andere ist es interessant, dass sich viele dafür interessieren. Das wäre dann ein Hype, siehe Tamagochi oder Zauberwürfel. Ob es wirklich ein Mehrwert ist, wird sich zeigen. Ich denke immer noch es ist ein Hype und solange werde ich mich mit meinem First Life auseinandersetzen, was schon schwer genug ist. Nochmal die gleichen Probleme, nur am Computer…wer braucht das?

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