Gedanken zu den Businessportalen LinkedIn, Xing oder auch StudiVZ

Netzwerke sind ja das Thema der letzten Jahre und spätestens seit dem Web 2.0 Hype eines der Buzzwords schlechthin. Ich kriege inzwischen jede Woche eine Einladung aus einem Netzwerk oder neue Kontakte. Was sie mir bisher genutzt haben, kann ich schnell und einfach sagen, nämlich NICHTS.

Das hört sich zuerst hart an und ich will diese Businessportale nicht schlecht reden, denn eigentlich bin ich überzeugt, dass sie funktionieren und man einen grossen Mehrwert davon hat, nur ich habe ihn noch nicht gebraucht. Die Betonung liegt allerdings bei NOCH.

Eine paar Eindrücke zu zwei von den Portalen, will ich aber ganz kurz schreiben.

Bei LinkedIn handelt es sich um ein wirklich mächtiges Businessportal, was auf Netzwerke ausgelegt ist. Man kann sehr leicht und effektiv seine akademische und berufliche Karriere anlegen, seine Stärken beschreiben und natürlich seine Interests. Hier können auch Jobs ausgeschrieben werden bzw. gesucht werden und was besonders gut gelungen ist, die Suche nach ehemaligen Kommilitonen bzw. Arbeitskollegen.

LinkedIn ist ganz klar global ausgerichtet und im Vergleich zu Xing ehemals OpenBC (Warum haben die sich umbenannt? OpenBC war ein toller Name und Xing war ein MPG-Player!?) sollen sie mehr als 16mal so viele Mitglieder haben. Nur im deutschsprachigem Raum hat sich Xing etabliert, aber 100 Mio deutsch sprechende Europäer sind ein grosser Markt.

Im Vergleich hab ich mir ganz kurz einmal unser 100 Mio. Euro Netzwerk StudiVZ angeschaut. Dort treiben sich Studierende und Ehemalige herum und basteln an ihren Profils. Man kann jede Menge lustige Kommentare schreiben und viele Fotos online stellen. Auf eine sehr schnelle Weise kommt man zu seiner Hochschule und kann dort in anderen Profilen blättern. Was das soll, habe ich nicht herausgefunden, aber der Spassfaktor ist relativ hoch:-) Es fehlen viele Features, die LinkedIn hat, z.B. die Prozent-Anzeige zur Vervollständigung des Profils oder die Anzeige deiner Kontakte in unterschiedlichen Entfernungen.

Was diese Netzwerke so interessant macht, sind natürlich die Kontakte. Wer möchte nicht gerne mit alten Kollegen über gemeinsame Erfahrungen diskutieren. Was macht den Reiz von einem Klassentreffen aus? Wie wäre es mal ein Projekt mit einem alten Studikollegen zu realisieren, oder man braucht verlässliche Infos über einen Messekontakt und siehe da, jemand aus meinem Netzwerk kennt ihn.

Auch unsere Hochschule diskutiert über Alumni-Netzwerke nach. Wäre da vielleicht eine Kooperation mit LinkedIn sinnvoll? Wie kann man Portfolios dort einbinden? Macht es Sinn Portfolios und Businessnetzwerke zu verbinden? Ich denke ja, da ich bestimmt nicht noch eine Software entwickeln will, die es schon so oder so ähnlich auf dem Markt gibt. Allerdings müssen die Daten dort geschützt sein und die Schnittstellen offen.

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